Verleger Wolter sagte, das Problem seien lange Zahlungsziele für das Begleichen von Rechnungen gewesen. Die Verlage hätten Bücher an KNV geliefert, die aber ab Ende des Jahres nicht mehr bezahlt worden seien. Damit sei das wichtige Weihnachtsgeschäft getroffen worden. Voland & Quist bringt pro Jahr 15 bis 20 Titel heraus und verlegt unter anderem die Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer. Hoffnungen, die ausgefallenen Umsätze aus der Insolvenzmasse zu bekommen, haben die Verlage nicht. Höchstens drei bis fünf Prozent seien zu erwarten.
Die Verleger sehen kaum Alternativen zu den Zwischenhändlern. An die 80 Prozent der Bücher seien über die Unternehmen abgesetzt worden, heißt es von Voland & Quist und Schaltzeit. "Ich könnte sagen, ich beliefere KNV nicht mehr. Aber damit schneidet man sich ins eigene Fleisch", sagte Illmann.
Zur Halbzeit verzeichnete die Buchmesse ein Besucherplus. An den ersten beiden Messetagen seien zusammen mit Festival "Leipzig liest" 82 000 Besucher gezählt worden, teilten die Veranstalter mit. Das seien 1000 mehr als im Vorjahr.