Börse in Frankfurt Dax im Plus dank Wall Street

dpa
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Eine Stabilisierung an der Wall Street hat dem Dax am Montag ins Plus verholfen. Der Leitindex ging nach vier Verlusttagen in Folge etwas gestärkt mit einem Kurszuwachs von 0,49 Prozent auf 12.

Frankfurt/Main - Eine Stabilisierung an der Wall Street hat dem Dax am Montag ins Plus verholfen. Der Leitindex ging nach vier Verlusttagen in Folge etwas gestärkt mit einem Kurszuwachs von 0,49 Prozent auf 12.803,24 Punkte aus dem Handel. Vorangegangen war jedoch eine wegen des anstehenden Leitzinsentscheides in den USA abermals nervöse Handelssitzung mit Verlusten im Dax von bis zu einem Prozent.

Auch der MDax arbeitete sich bis zum Schlussgong in die Gewinnzone vor. Der Index der mittelgroßen Werte beendete den Handel mit einem moderaten Aufschlag von 0,11 Prozent auf 23.970,33 Zähler, nachdem er am Freitag zwischenzeitlich auf ein Tief seit Mai 2020 gerutscht war.

Anhaltend hohe Inflationszahlen in den USA hatten in der vergangenen Woche die Hoffnung auf eine weniger straffe Geldpolitik der US-Notenbank zunichtegemacht. Die meisten Experten rechnen inzwischen mit einer Zinserhöhung von 0,75 Prozentpunkten.

Auf Unternehmensseite waren die Blicke hierzulande am Montag auf den VW-Konzern gerichtet. Europas größter Autobauer hat den Börsengang der Porsche AG für den 29. September angekündigt. Die Vorzugsaktien des Sportwagenherstellers werden von diesem Dienstag an in einem Korridor von 76,50 bis 82,50 Euro pro Stück angeboten. Aktien der VW-Holding Porsche SE verteuerten sich als Dax-Favorit um dreieinhalb Prozent. Mit rund einem Prozent Kursplus zeigten sich die Anleger bei VW-Aktien allerdings etwas weniger euphorisch.

Sixt-Aktien fielen nach einer Abstufung durch die französische Investmentbank Exane BNP negativ auf. Mit einem Abschlag von fast sechseinhalb Prozent landeten sie auf dem letzten MDax-Platz. Analyst Christoph Blieffert äußerte sich skeptisch zu dem Autovermieter wegen hoher Fixkosten und einer starken Abhängigkeit von der Verbraucherstimmung.

Umgesetzt wurden am Montag noch die jüngsten Indexänderungen. Die wieder in den deutschen Leitindex zurückgekehrten Siemens Energy verbilligten sich um 1,10 Prozent. Die Anteile am Dax-Absteiger Hellofresh sind nunmehr im MDax notiert, der Kurs des Kochboxenversenders büßte knapp 2,2 Prozent ein.

Für den SDax-Neuling Cropenergies ging es am Index-Ende um 13,6 Prozent abwärts. Der Bioethanol-Hersteller hatte angekündigt, dass er wegen Kostendrucks eine Kürzung der Produktion erwägt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat zum Börsenschluss nahezu auf der Stelle mit minus 0,03 Prozent auf 3499,49 Punkte. Der französische Cac 40 verlor etwas deutlicher, während die Londoner Börse wegen des Staatsbegräbnisses der Queen geschlossen blieb. In New York war der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss wieder etwas zurückgefallen und notierte rund 0,1 Prozent tiefer.

Der Euro bewegte sich am Montag weiter um die Parität zum US-Dollar. Am Abend wurden 1,0008 Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 0,9990 (Freitag: 0,9954) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 1,0010 (1,0046) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,68 Prozent am Freitag auf 1,69 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 130,28 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,48 Prozent auf 142,48 Punkte.

 

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