Manchmal bestimmen die Gäste einer Ortschaftsratssitzung den Verlauf der Versammlung. Am Mittwoch wurde zur öffentlichen Sitzung nach Böhlen eingeladen. Einziger Gast – Wolfram Werlich. Er wollte Antworten auf einige seiner Probleme. Mit seinen Anfragen in der Einwohnerfragestunde nahm er viel Zeit im öffentlichen Teil ein. Ihm ging es vor allem um die Zustände im Böhlener Tal. Jüngstes Ärgernis sei für ihn der Herbststurm gewesen, der sich zu Wochenbeginn eingestellt hatte und Windböen durch das Tal trieb. Pech nur, dass dabei ein Baum auf eine Freileitung fiel und die Stromversorgung kappte. Mehrere Haushalte seien ohne Strom gewesen. Das Energieunternehmen sei nur für eine freie Leitung im Abstand von einem Meter verantwortlich. Und was wird mit den Bäumen drum herum, wollte Werlich wissen. Es sei absehbar, dass aufgrund des nicht vitalen Zustandes weitere Bäume brechen und auf die Stromleitung fallen könnten. „Da müssen wir schauen“, sagte Landgemeindebürgermeister Peter Grimm, der ebenfalls Handlungsbedarf sieht. Sind es unsere Bäume? Wie können wir Gefahren abwenden? Man könne sich gut vorstellen, dass eine Stromleitung von Großbreitenbach aus ins Tal gezogen wird. Vielleicht im Zusammenhang mit den Arbeiten zum Anschluss von Böhlen an die Kläranlage. Bis 2030 sei der Anschluss im Abwasserbeseitigungskonzept des Wavi vorgesehen. Man könnte dann einen Graben ziehen und die Stromleitung einbringen.