Bob-Weltmeisterschaft Nolte hüpft durch den Eiskanal

Marc Kalpidis

Bei der WM in den USA gewinnt die Winterbergerin Silber im Ein-Frauen-Schlitten. Mitfavoritin Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen geht hinsichtlich der Medaillen leer aus.

Feiert WM-Silber mit einem Luftsprung: Laura Nolte. Foto: dpa/Julia Demaree Nikhinson

Laura Nolte sprang im Ziel aus dem noch rutschenden Schlitten und hüpfte vor Freude über WM-Silber über das Eis. „Ich bin total happy, weil vorher ein paar Sachen nicht zusammengepasst haben“, sagte die 26 Jahre alte Titelverteidigerin aus Winterberg, die Gold im Monobob um 44 Hundertstelsekunden verpasste. Kaysha Love, ihre Konkurrentin aus den USA, war nicht zu schlagen. „Aber dass ich mich zwischen zwei Amerikanerinnen platziert habe – also ich finde, das kann sich sehen lassen“, betonte Nolte.

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Noch viel wichtiger war der Sauerländerin, dass sie auf der schwierigen Bahn in Lake Placid Silber um fünf Hundertstel gerettet hat. Denn die 40-jährige Bob-Altmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA wurde von Lauf zu Lauf immer stärker. Nolte fuhr im dritten Durchgang vor den Augen ihrer angereisten Eltern zwar Bestzeit und verkürzte zwischenzeitlich den Abstand auf Love. Doch dieser gelang im Finallauf ein Konter.

Weltcup-Gesamtsiegerin Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen, eine ausgewiesene Monobob-Expertin, verbesserte sich am zweiten Wettkampftag um zwei Plätze auf Rang fünf. Der letzte Lauf der gebürtigen Berlinerin war mit der zweitbesten Zeit am erfolgreichsten, doch der Angriff kam zu spät. „Ein versöhnliches Ende, ich bin happy. 80 Prozent waren gut, 20 Prozent nicht in der Bahn. Mit den Startzeiten konnte ich zufrieden sein“, erklärte die 30-Jährige und sagte für das bevorstehende Wochenende einen Angriff im Zweierbob-Wettbewerb voraus, in dem sie Titelverteidigerin ist: „Da wird es viel besser werden als im Monobob.“