Bob: Junioren-Weltmeisterschaft Thüringer Nachwuchs setzt weiteres Achtungszeichen

Als Zweitbester im Ziel: Pilot Jonas Jannusch und seine Crew. Foto: privat

Bei der Junioren-WM in St. Moritz holt Jonas Jannusch Silber im Viererbob. Skeleton-Pilotin Sophia Griebel darf auf einen Start bei der „großen“ Weltmeisterschaft in Altenberg hoffen.

St. Moritz - Die jungen Wilden aus dem Freistaat zerren an den Ketten und empfehlen sich für höhere Aufgaben: Nachdem Bob-Pilot Hans-Peter Hannighofer vom BRC Thüringen am Freitag in St. Moritz Junioren-Weltmeister im kleinen Schlitten geworden war und sich damit die Startberechtigung für die WM der Senioren in Altenberg gesichert hatte, gelang Jonas Jannusch am Sonntag ein ähnlich starker Auftritt. Zwar gab es am Schweizer Lokalmatadoren Michael Vogt kein Vorbeikommen, doch Rang zwei in der Vierer-Konkurrenz ist mehr als ein Achtungszeichen des 22-Jährigen aus Rabenäußig (Landkreis Sonneberg), der mit seinen Anschiebern Henrik Bosse, Max Neumann und Bastian Heber nach zwei Läufen 0,86 Sekunden hinter Vogt lag. Hannighofer blieb eine Junioren-WM-Medaille mit dem großen Schlitten verwehrt. Er kam auf den vierten Rang und war fünf Hundertstelsekunden langsamer als der drittplatzierte Sachse Maximilian Illmann (Altenberg).

Gute Nachrichten aus St. Moritz gab es für Sophia Griebel. Die 30-jährige Südthüringerin hatte vor der Saison zwar den Sprung in das nationale Skeleton-Weltcupteam verpasst, bei der WM in Altenberg wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit aber dennoch an den Start gehen. Dies ist der 20-jährigen Hannah Neise (Winterberg) zu verdanken, die sich am Samstag zur Junioren-Weltmeisterin krönte und somit einen vierten WM-Startplatz für Deutschland buchte. Bei den Männern klappte dies nicht, denn Felix Keisinger (Schönau am Königssee) wurde mit einem Rückstand von zwölf Hundertstelsekunden auf den gut aufgelegten Russen Jewgeni Rukossujew „nur“ Zweiter.

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