Bob-Anschubtest in Oberhof Ein hochzufriedener Bundestrainer

Auswahlcoach René Spies bekommt beim Wettbewerb am Rennsteig gute Leistungen zu sehen. Es gibt aber auch einen großen Pechvogel.

Kaum zu erkennen: Bob-Pilot Adam Ammour beim Anschubtest. Foto: imago/Christian Heilwagen

Es sind noch dreieinhalb Monate bis zu den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo – und auch bei den Assen aus der Bob-Sparte steigt die Spannung. „Gerade bei den jungen Athleten sieht man, dass sich in der Olympia-Saison viele noch einmal anbieten und eine Alternative zu den bestehenden Teams darstellen wollen“, berichtete Bundestrainer René Spies.

Nach der Werbung weiterlesen

Um einen objektiven Überblick über das momentane Leistungsvermögen der Piloten und Anschieber zu ermöglichen, gibt es alljährlich im Herbst zwei zentrale Leistungstests. Der erste fand im September in Magdeburg statt, der zweite am vorigen Wochenende auf der Anschubstrecke in Oberhof.

In der Thüringer Wintersport-Hochburg brachten Pilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi die schnellsten Zeiten bei den Frauen aufs Eis. „Laura und Deborah haben wie vor vier Wochen in Magdeburg überzeugt und das Feld dominiert“, sagte Spies.

Im Männer-Bereich war der inzwischen für Eintracht Frankfurt startende Ex-Oberhofer Adam Ammour das Maß der Dinge bei den Piloten. Bei den Anschiebern hinterließen der Bayer Alexander Schaller sowie Joshua Tasche (Frankfurt) den besten Eindruck.

„Wir hatten bei den Männern erfreulicherweise ein sehr großes Teilnehmerfeld mit vielen Anschiebern, die sich in einem guten beziehungsweise sehr guten Leistungsbereich bewegen“, merkte Spies an. „Deshalb denke ich, dass wir einmal mehr optimistisch in die Saison gehen können, das ist gerade in einem Olympiawinter ganz wichtig.“

Ein Thüringer Anschieber erlebt die Spiele in Italien nur vor dem Fernseher. Erec Bruckert hat sich einen Sehnenriss in der Wade zugezogen und fällt für die Saison aus.