Bilderrätsel Wo liegt dieses Schwimmbad?

Von der verfallenen Holzwollmühle im Neumannsgrund wissen viele etwas zu erzählen, aber einige lagen auch falsch.

Schwimmbadfans haben es diesmal leichter. Wo liegt dieser Schwimmbad-Strand? Foto: Carl Heinz Zitzmann

„Wann wird die Ruine endlich abgerissen“, hieß ein Satz, der in einigen Zuschriften zu unserem letzten Rätsel zu finden war. Fast alle kannten den Namen des Gebäudes – die Holzwollmühle. Und viele wussten auch, dass im Neumannsgrund, heute ein Stadtteil von Neuhaus am Rennweg. Bekannt war vielen die letzte Funktion als Feriendomizil eines Betriebes irgendwo in der einstigen DDR.

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Wie dem auch sei, fast alle lagen richtig mit der Holzwollmühle im Neumannsgrund, nur einzelne haben sich geirrt, denn die Hößrichsmühle in der oberen Stadt von Sonneberg ist inzwischen längst verschwunden. Aber sie hat etliche Jahre sich mit der Holzwollmühle nichts genommen. Auch der „Röthengrund Richtung Fellbergbaude“ war falsch wie der Steinachgrund.

Holz, Masse und Felle

Mühle an Mühle klapperten einst an der Grümpen im Neumannsgrund, meist schnitten sie Holz, mahlten Porzellanmasse oder waren für zwei Generationen auch Werkstatt für einen Rauchwarenzurichter. In der einstigen Steinersmühle kann man die Historie dieses Handwerks wie die Mühlengeschichte nachvollziehen. Der vor einigen Jahren verstorbene Rauchwarenzurichtermeister Kurt Steiner hat sein Wissen um die Mühlen der Steinacher Autorin Christel Blechschmidt erzählt. So konnte die Geschichte des Neumannsgrundes in dem 2019 erschienenen Bändchen „Die Gründer“ bewahrt werden.

Auch zur Holzwollmühle wusste Steinach einiges zu berichten. Wohl Mitte des 19. Jahrhunderts war die Schneidmühle entstanden. Eng verbunden war ihre Geschichte mit der Porzellanfabrik in Rauenstein. In den Kisten mit der zerbrechlichen Ware wurde Holzwolle als ideales Verpackungsmaterial eingelegt. Nach dem Zusammenbruch der Porzellanfabrik orientierte sich der Müller um und lieferte seine Holzwolle nunmehr an die Spielwarenhersteller, dort vor allem als Material für Spieltiere, besonders Teddys.

Lange Feriendomizil

Über das letzte Kapitel des privatwirtschaftlichen Mühlenbetriebs berichtete Kurt Steiner: „Der letzte Holzwollmüller beschäftigte lange Zeit die Arbeiter Reinhold und Albert aus Rauenstein. Beide bewohnten mit ihren Familien in der Kriegszeit die Mühle. So konnte die Mühle nicht geplündert oder zerstört werden.“ Nach der Rückkehr des Müllers aus dem Zweiten Weltkrieg noch kurze Zeit als Holzwollmühle genutzt. Allerdings verließ der Müller frühzeitig die damalige DDR. Die verwaiste Mühle übernahm ein volkseigener Betrieb, um dort ein Ferienobjekt zu betreiben. Nach der Wende war damit allerdings Schluss und die Mühle verfiel.

Trotz einiger Irrläufer lag eine knapp dreistellige Zahl der Rätselfreunde richtig. Das Losglück fällt diesmal auf Christine Strößenreuther in Sonneberg. Herzlichen Glückwunsch! Sie kann sich über einen Getränkegutschein der Privatbrauerei Gessner freuen. Der Gutschein kann in der Lokalredaktion Bahnhofstraße 60 abgeholt werden. Neue Woche, neues Glück und gesucht sind wieder echte Heimatauskenner – oder Schwimmbadfans. Im Landkreis Sonneberg gibt es eine ganze Reihe davon. Heute hat unser Fotograf einen schönen „Strand“ am Beckenrand fotografiert. Wer sich auskennt und weiß, wo der Beckenrand zu finden ist, hat gute Chancen in den Lostopf zu kommen.

Antworten sind willkommen bis Freitag, 24. Juli, 12 Uhr, per E-Mail an gewinn-son@freies-wort.de oder per Post an die Lokalredaktion in der Bahnhofstraße 60 in Sonneberg. Unter allen Teilnehmern mit der richtigen Lösung wird ein Gutschein für einen Freikasten aus dem Sortiment der Privatbrauerei Gessner verlost.