SOS-Festival „T.N.T.“ – Dynamit für die Rocknacht-Gemeinde

, aktualisiert am 18.06.2022 - 14:02 Uhr

Jeans mit Schlag, Stirnband und AC/DC-Shirt. So mancher Besucher der SOS-Rocknacht hat aus seinem Schrank solch heiße Klamotten hervorgekramt und sich so schon mal auf rockige Sounds eingestimmt.

Suhl - Freitagabend. Der Platz der Einheit, oder besser gesagt die SOS-Arena vor dem Haus der Geschichte, füllt sich langsam. Der Start ins Wochenende wird für 300 Gäste heiß. Perfektes Feeling, perfektes Open Air-Wetter, fehlt nur noch die perfekte Musik. Punkt 19 Uhr stehen Revolving Doors aus Lauscha auf der Bühne. „Was denn, die kommen aus Lauscha? Nicht schlecht“, staunt so mancher Gast. Nicht umsonst haben es die Musiker aus dem nebligsten Ort Thüringens, das behaupten sie  jedenfalls,  schon zum dritten Mal auf die SOS-Bühne geschafft. Fürs Publikum heißt es trotzdem langsam anlaufen lassen, erst mal sitzen bleiben und dann in Stimmung kommen.

Das ändert sich schlagartig, als The Jailbreakers (AC/DC-Cover) die Bühne stürmen. Lead Gitarrist Moritz rockt, so wie sein großes Vorbild Angus Young, in Schuluniform und mit dem typischen Ein-Bein-Sprint über die Bühne. Mit dem ersten Song locken die sechs Jungs aus Sachsen die Fans aus der Reserve. Genial: Die Stimme von Sänger Jens ähnelt der von Brian Johnson verblüffend. Also Augen zu und träumen, dass es Original ist, das da vorne steht. Auf der Tanzfläche wird es mit jedem Hit voller, Handys werden in die Höhe gestreckt. Erst Recht als Lead Gitarrist Moritz den legendären Strip hinlegt und später zu einem Solo mitten ins Publikum eilt. Natürlich haben sie die großen Hits von AC/DC dabei: „Touch Too Much“, „T.N.T.“, „The Jack“ und, na klar, „Highway to Hell“. Freilich kommen The Jailbreakers nach ihrem grandiosen Auftritt ohne Zugaben nicht von der Bühne.

Den Schlusspunkt setzt die supergeile Red Hot Chili Peppers Revival Band „Paprikacze“. Die vier Jungs sind ganz kurzfristig für die Blind Baners eingesprungen, die aus gesundheitlichen Gründen in letzter Minute absagen mussten. Aber die Band aus Prag macht den Abend perfekt. Zumal sie solche Hits wie oder „Under the bridge“ oder „Aeroplane“ mitgebracht haben.

Fakt ist nach fünf Stunden Live-Rock: Suhl ist bereit für die nächste SOS-Rocknacht. Fehlt nur noch der Mut, von Anfang an vorne an der Bühne mitzutanzen und mitzusingen. Genau das ist es doch, was heiße, rockige Nächte ausmacht.

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