Bildband sucht Sponsoren Damit die Helden noch lange sichtbar bleiben

Der Open-Air-Ausstellung „Helden des Alltags“, die noch bis Ende September läuft, soll ein Bildband folgen. Für dessen Finanzierung ist eine Crowdfunding-Kampagne gestartet worden. Foto: /frankphoto.de

Eine anziehende Sache, diese Ausstellung mit dem Titel „Helden des Alltags“. Seit drei Wochen wirkt sie wie ein Magnet auf Suhler und ihre Gäste. Nach der Schau soll ein Bildband erscheinen. Dafür ist eine Aktion gestartet.

Suhl - All jenen, die da sind, wenn Menschen in Not geraten, ins Gesicht zu schauen – dafür bietet die Open-Air-Ausstellung „Helden des Alltags“ seit etwa drei Wochen Gelegenheit. Am Dianabrunnen ist die Vielfalt an helfenden Händen sowie das enorme Engagement ehrenamtlicher Helfer nachzuempfinden.

In dieses Projekt ist die Fotografenmeisterin Christiane Neupert 2019 gestartet. Sie wollte ein fotografisches Porträt-Projekt schaffen, das Rettungs- und Einsatzkräfte in den Fokus holt, die helfen, um Menschen vor Schäden an Leib und Leben sowie an ihrem Hab und Gut zu bewahren. Finanziert hatte die Fotografin, die die auf Hochzeitsfotografie und Porträts spezialisiert ist, dieses Projekt aus eigenen Mitteln.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Auflagen bedrohten das Projekt zwischenzeitlich. Aber die 39-Jährige, die in Nordhausen aufgewachsen ist und jetzt in Barsinghausen (Niedersachsen) lebt, hat nicht aufgesteckt. Sie hat einen Draht nach Suhl und hier auch reichlich Unterstützung gefunden. Und sie bekam Hilfe auch von ihrem Mann, der Musiker ist und Konzerte eigens für dieses Projekt auf die Beine gestellt hat. „Dazu gab es eine Crowdfunding-Kampagne, die mir die Fortsetzung der Aufnahmen für die Ausstellung ermöglichte“, sagt Christiane Neupert, die mit ihren Fotos einen wichtigen Teil des Gemeinlebens in den Mittelpunkt gerückt hat. Nicht mit grellen Farben und spektakulären Szenen, sondern mit Schwaz-Weiß-Aufnahmen, die vor allem Gesichter zeigen. Die Schau zieht so ihre spektakulären Momente aus den Emotionen, die sich in den Gesichtern der Menschen, die unter dem Dach der Feuerwehr, der Bergwacht, des THW, des ASB, des Rettungsdienstes, der Hunderettungsstaffel, in der Notaufnahme des Zentralklinikums oder mit der Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 60“ im Einsatz sind. Christiane Neupert hat all jene Helden des Alltags dorthin geholt, wo sie eigentlich nicht gerne sind – in den Mittelpunkt.

Nun sollen die Ergebnisse ihres Projektes in einen Bildband einfließen, um sie noch lange nach der Open-Air-Ausstellung für die Menschen sichtbar machen zu können. Auch dafür braucht sie Geld. Geld, das sie zu großen Teilen über eine weitere Crowdfunding-Kampagne einspielen möchte. Die ist bereits gestartet und läuft noch bis zum 1. Oktober. Knapp 50 Tage bleiben also noch Zeit für die finanzielle Absicherung des Projektes „Helden des Alltags“, das mit dem Bildband weitergeführt werden soll.

Wer dieses Projekt mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies tun unter

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