Ilmenau/Arnstadt/Erfurt - Erfahrungsgemäß ist der Dezember in der Region nicht der Baumonat, der vorherige Rückgänge im Jahr noch herausreißen könnte, denn er liegt in dieser Branche dann etwas unter dem Monatsdurchschnitt. Somit zeichnet sich im Vergleich des Jahresgeschehens 2019 bis November und 2020 bis November wohl auch ein für das gesamte Corona-Jahr bleibender Einschnitt im Baugeschehen des Ilm-Kreises ab. Das Landesamt für Statistik legte jüngst die Zahlen der Entwicklung im Bauhauptgewerbe Januar bis November 2020 für die Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen vor. In Thüringen gab es da großteils Zuwächse bei den einzelnen Indikatoren, nicht so im Ilm-Kreis. Landesweit stieg der Umsatz um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bis November, im Ilm-Kreis fiel er um gut zehn Prozent von 84,01 Millionen Euro auf 75,39. Zwar stieg die Zahl der Betriebe dieser Größenordnung von zwölf auf 13 an im Kreis, das bedeutete aber nicht etwa auch mehr Jobs für Mitarbeiter, im Gegenteil. Die Zahl der beschäftigten Personen in Baubetrieben dieser Größenordnung ist binnen eines Jahres von 579 auf 531 gefallen. Entwickelt sich der Dezember wie im Vorjahr gleichfalls mit einem leichten Rückgang von damals noch Abbau weiterer drei Mitarbeiter, dürfte dann beim Vorliegen der Jahresenddaten auch für Dezember 2020 noch ein Fallen auf unter 530 Mitarbeiter am Jahresende zu erwarten sein.
Bilanz Baugewerbe im Kreis 2020 rückläufig
Thomas Klämt 28.01.2021 - 13:10 Uhr