Die Bienenzüchter nennen das eine Belegstelle. Hierhin werden junge, unbegattete Bienenköniginnen und Drohnen derselben Bienenrasse zur gezielten Zucht von Honigbienen untergebracht. Die Belegstelle hat eine lange Tradition, denn nachweislich wurde der Entschluss zur Errichtung einer solchen auf dem Breitenberg bereits 1938 durch die Mitglieder des Imkervereins Effelder gefasst. Freiwillig erklärten sich die Bienenzüchter Fischer und Sperschneider bereit, das Projekt kostenlos in die Wege zu leiten. Von seinem besten Honigvolk kam der „Dröhnerich“ (so nennen Imker die Drohnenvolk) vom freistaatlichen Honig-Bauern Fischer. Somit entstanden dem Verein keine Unkosten. Wie aus überlieferten Aufzeichnungen hervorgeht, wurde das neuerbaute Belegstellenhaus zum „Hämmerer Forst“ transportiert und aufgestellt. Die Gesamtkosten dafür betrugen 470 Reichsmark. Seit 1930 wurden immer noch Nigra-Bienen gezüchtet, da sie als langlebige und wetterfeste Rasse galten. Der Verein hatte sich der Rasse von 1930 an verschrieben.
Bienenzucht 60 Jahre Belegstelle „Kieferle“
Norbert Kleinteich 22.07.2024 - 13:00 Uhr