Scheibe-Alsbach - Der Biber ist derzeit mal wieder in aller Munde. Ob in Nachbarregionen – wie berichtet – in Untermaßfeld im Landkreis Schmalkalden-Meiningen oder auch in heimischen Gefilden, wo der Nager etwa zuletzt den Schalkauer Stadtrat beschäftigt hat. Dass das gegenwärtig so ist, verwundert Jessica Winkler aus der Unteren Naturschutzbehörde des Sonneberger Landratsamtes nicht. Im Herbst und im Winter falle die Anwesenheit des Bibers eben extrem auf, sagt die studierte Biologin und denkt dabei an die da und dort angeknabberten Bäume in den Revieren. Während sich der Vegetarier im übrigen Jahr anderweitig am üppigen Nahrungsangebot bedienen könne – „er frisst, was er so findet“ –, sei er in den weniger fruchtbaren Monaten auf schwer verdauliche Rinde und Borke angewiesen. „Ein Kilo Rinde braucht er am Tag“, weiß Winkler. Vor allem die von Weiden, Pappeln und anderen Weichhölzern mag er besonders gern. Und genau das ist derzeit auch am Stausee in Scheibe-Alsbach nicht zu übersehen.