Biathlon-Weltverband entschuldigt sich TV-Panne bei Bö-Schießen

Johannes Thingnes Bö stürmt zum Rekord-Gold. Allerdings verpassen die TV-Zuschauer das entscheidende letzte Schießen.

Nicht live im TV zusehen: Die fehlerfreie Schnellfeuereinlage im Stehendschießen von Sprint-Weltmeister Johannes Thingnes Bö. Foto: Imago// Alexander Solc

Norwegens Biathlon-Fans erzürnt eine TV-Panne. Das entscheidende letzte Schießen von Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö im Sprint bei der Weltmeisterschaft in Lenzerheide war nicht live im Fernsehen zu sehen. Die internationale Regie verpasste es, das perfekte Stehendschießen des 31-Jährigen auf dem Weg zu seinem 21. WM-Gold rechtzeitig zu zeigen. „So ein Fehler darf natürlich nicht passieren“, sagte Mediendirektor Christian Winkler vom Biathlon-Weltverband IBU zu der Panne im Weltbild.

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Die Zuschauer verpassten auch Schießeinlagen des Weltcup-Gesamtführenden Sturla Holm Laegreid und Sebastian Samuelsson, weil andere Bilder gezeigt wurden. „Das grenzt an einen Skandal“, sagte Kommentator Marius Skjelbaek bei der Übertragung des Senders TV2. „Sehr traurig“ fand es der Schwede Samuelsson selbst, zeigte aufgrund des turbulenten Rennens aber auch Verständnis.

Im Namen der IBU entschuldigte sich Winkler stellvertretend für den Fauxpas. „Dass Johannes’ letztes Schießen nicht gezeigt wird, kann nicht sein. Das ist nicht okay“, sagte er dem TV-Sender NRK. Allerdings wurde das Schießen sehr schnell in der Wiederholung sofort nachgereicht.

Nun Rekordweltmeister: Johannes Thingnes Bö. Foto: dpa/Martin Schutt

Bö leistete sich bei traumhaftem Winterwetter keinen Schießfehler und verwies mit 27,7 Sekunden Vorsprung den ebenfalls fehlerfreien Überraschungszweiten Campell Wright aus den USA auf Platz zwei. Am Sonntagnachmittag in der Verfolgung winkt Bö der nächste Titel.