Biathlon-Weltcup Mit vier Thüringern

Am Dienstag noch gemeinsam beim Training in der Skihalle in Oberhof, am Mittwoch gemeinsam im Flieger nach Östersund: Justus Strelow, Erik Lesser und Philipp Horn. Foto: /Gerhard König

Mit 13 Athleten tritt der Deutsche Skiverband beim ersten Biathlon-Weltcup am Wochenende in Östersund an. Vanessa Voigt genießt ein Sonderrecht.

Oberhof - Angeführt von den Olympia-Hoffnungen Franziska Preuß, Denise Herrmann, Benedikt Doll und Erik Lesser (Frankenhain) schickt der Deutsche Skiverband (DSV) insgesamt 13 Biathleten zum Weltcup-Auftakt ins schwedische Östersund. Neben Lesser wurde dessen Vereinskollege Philipp Horn sowie bei den Frauen Vanessa Voigt (Rotterode) und Juliane Frühwirth (Tambach-Dietharz) nominiert. Zum Vergleich: Im Vorjahr vertrat in der Regel nur Lesser die Thüringer Farben. Bei den Männern schafften zudem Philipp Nawrath, Roman Rees und Justus Strelow, der seit vielen Jahren in Oberhof trainiert, den Sprung in den Kader, bei den Frauen sind noch Vanessa Hinz, Janina Hettich und Anna Weidel mit dabei.

„Die Saisonvorbereitung ist gut verlaufen“, sagte Bernd Eisenbichler, Sportlicher Leiter Biathlon beim DSV: „Wichtig für diese Saison ist es, dass wir konstant leistungsfähig sind. Letztes Jahr waren punktuell gute Ergebnisse dabei, aber nicht über den gesamten Weltcup-Winter.“ Olympia in Peking im Februar sei das „große Ziel“, aber „auch der gesamte Saisonverlauf“ sei wichtig.

Männer-Bundestrainer Mark Kirchner zog nach dem jüngsten Trainingscamp der Nationalmannschaft in Finnland gleichfalls ein positives Fazit: „Wir hatten sehr gute Bedingungen mit Naturschnee.“ Bezüglich der Erkrankungen von Youngster Philipp Lipowitz und Johannes Donhauser gab Kirchner Entwarnung: „Sie werden beide beim IBU-Cup in Idre laufen.“ Ein Extralob hatte der Chefcoach aus Scheibe-Alsbach für den noch 22-jährigen Lipowitz parat: „Er ist mit seinen Leistungen nah dran und auch ein guter Typ. Er bringt viel Frische in die Truppe.“

Ohne die Routiniers und Medaillengaranten Arnd Peiffer und Simon Schempp sieht Kirchner seine Mannschaft allerdings vor „einer schweren Saison“. Im Vergleich zur starken Konkurrenz aus Norwegen, Frankreich und Schweden fordert auch er „deutlich mehr Konstanz“ von seinen Schützlingen: „Ich wünsche mir öfters ein kompromissloseres, aber auf der anderen Seite auch entspannteres Herangehen von meinen Männern. Da haben uns die Norweger einiges voraus.“ Mit Johannes Kühn und Philipp Horn blieben im vergangenen Winter zwei der laufstärksten DSV-Athleten weit unter ihren Möglichkeiten.

Bei den deutschen Frauen waren die Gesamtweltcup-Dritte Preuß, Herrmann, Hinz und Hettich für den Auftakt bereits vorqualifiziert, Voigt hat als IBU-Cup-Gesamtsiegerin ein persönliches Startrecht für das erste Weltcup-Wochenende. Die Routiniers Maren Hammerschmidt, Franziska Hildebrand und Karolin Horchler hatten das Nachsehen.  Bei den Männern erhält Johannes Kühn am zweiten Wochenende in Östersund eine Chance, einer aus dem Duo Strelow und Horn wird dann beim IBU Cup in Sjusjön (Norwegen) starten. 

Die ersten Rennen des Olympia-Winters finden am Samstag mit den Einzel-Wettbewerben der Frauen (11.45 Uhr) sowie Männer (15 Uhr/beide ZDF und Eurosport) statt. Am Sonntag stehen zwei Sprints auf dem Programm.

Termine

Olympische Spiele

4. bis 20. Februar: Peking/China

Weltcups

27. bis 28. November: Östersund/Schweden

2. bis 5. Dezember: Östersund

9. bis 12. Dezember: Hochfilzen/Österreich

16. bis 19. Dezember: Le Grand-Bornand/Frankreich

6. bis 9. Januar: Oberhof

13. bis 16. Januar: Ruhpolding

20. bis 23. Januar: Antholz/Italien

3. bis 6. März: Kontiolahti/Finnland

10. bis 13. März: Otepää/Estland

17. bis 20. März: Oslo/Norwegen

Autor

 

Bilder