Biathlon-Weltcup: Keine Streichergebnisse mehr Bö hat Bedenken

Dreifach-Olympiasieger von Peking: Johannes Thingnes Bö. Foto: Xinhua

Im kommenden Weltcup-Winter gibt es einige neue Regeln einstellen. Nach einem Beschluss des Weltverbandes fließen die Ergebnisse bei Weltmeisterschaften künftig nicht mehr in die Weltcup-Gesamtwertung ein. Darüber hinaus wird es ab der anstehenden Saison im Weltcup keine Streichresultate mehr geben. Johannes Thingnes Bö findet dies weniger gut.

Der Biathlon-Weltverband hat vor dem Start der neuen Saison einige Regeländerungen auf den Weg gebracht. Demnach fließen die Ergebnisse bei Weltmeisterschaften nicht mehr in die Weltcup-Gesamtwertung ein. Die bisher verteilten Weltcuppunkte fallen mit dem Start der Saison 2022/2023 weg, wie die IBU nach der Sitzung des Executive Board in Salzburg bekannt gab. Nächster WM-Gastgeber ist Oberhof vom 8. bis 19. Februar .

Dreifach-Olympiasieger Johannes Thingnes Bö äußerste sich kritisch zu der Änderung. „Wenn bei den Weltmeisterschaften keine Punkte vergeben werden, besteht die Gefahr, dass die Athleten nicht mehr bis zum Ende kämpfen, wie früher. Denn was macht es dann schon aus, ob man 4. oder 10. wird? Warum sollte ein Athlet, der einen schlechten Tag hat und nach der letzten Serie auf dem 20. Rang liegt, in der letzten Runde alles geben, um Plätze gutzumachen, anstatt Energie für den nächsten Wettkampf zu sparen?“, sagte der Norweger dem TV-Fernsehsender TV2.

Zudem wird es ab dem kommenden Winter keine Streichresultate mehr geben, sodass alle Rennen im Kampf um die Große Kristallkugel berücksichtigt werden. Auch hier meldet Bö Bedenken an: „Die große Gefahr ist, dass ein Athlet am Anfang ausfällt und im Gesamtweltcup dann noch weiter hinten liegt als bisher. Es könnte dann passieren, dass er den Kampf um den Weltcup dann aufgibt und sich nur mehr voll auf die WM fokussiert.“ Dafür wird das Punktesystem für die Gesamtwertung und die Disziplinenwertung angepasst, um den Abstand zwischen den Top-Ergebnissen zu vergrößern und sicherzustellen, dass Athleten, die krankheitsbedingt Rennen auslassen müssen, immer noch die Möglichkeit haben, die Kristallkugeln zu gewinnen.

Zudem sollen die Preisgelder im Weltcup und IBU-Cup so angepasst werden, dass in der ersten Phase bis 2024 der Kreis der Empfänger erweitert wird. In einer zweiten Phase von 2024 bis 2026 sollen die Zahlungen für die besten Skijäger erhöht werden.

Derweil tritt IBU-Generalsekretär Niklas Carlsson von seinem Amt zurück, wird aber noch bis Ende September die IBU unterstützen. Außerdem wurde der frühere deutsche Biathlet Daniel Böhm mit sofortiger Wirkung zum Sport- und Veranstaltungsdirektor der IBU ernannt. „Daniel hat als Sportmanager großartige Arbeit geleistet, und es fühlt sich selbstverständlich an, ihn in eine der wichtigsten Positionen der Organisation zu berufen“, sagte Carlsson laut Mitteilung.

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