Biathlon-Weltcup Für ein Duo wird die Zeit knapp

Beim Start in den Olympia-Winter werden zwei Säulen des deutschen Teams gesundheitlich ausgebremst. Ein Thüringer muss die Auswahl aus sportlichen Gründen verlassen.

Kämpft mit Foto: Björn Larsson Rosvall/dpa

Ein Start der am Coronavirus erkrankten Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß und der ebenfalls gesundheitlich angeschlagenen Selina Grotian beim zweiten Saison-Weltcup in Hochfilzen ist fraglich. Zwar soll das Duo in dieser Woche ins österreichische Pillerseetal reisen. „Die endgültige Entscheidung fällt allerdings erst in den kommenden ein bis zwei Tagen, da beide bekanntlich in Östersund erkrankt sind und wir aktuell noch nicht zu hundert Prozent sagen können, ob es reichen wird“, berichtete Sportdirektor Felix Bitterling.

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Die 31-jährige Weltcup-Gesamtsiegerin Preuß hatte beim Auftakt in den Olympia-Winter in der Staffel (1 Strafrunde/11. Platz) und als 29. im Einzel unerwartet geschwächelt. Danach ließ sie den Sprint und damit auch den Verfolger aus. Die 21 Jahre alte Grotian, die in Östersund in der Staffel zwei Strafrunden schoss und in den Einzelrennen nicht über die Plätze 30 und 50 hinauskam, musste das Jagdrennen erkrankt absagen.

Für den Sprint an diesem Freitag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) sind nun die Thüringerin Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer, Anna Weidel und Julia Kink, die für Marlene Fichtner in den Kader rückt, eingeplant. Bei den Männern, die den Weltcup am Freitag mit dem Sprint (11.25 Uhr) eröffnen, starten Justus Strelow, Philipp Nawrath, Philipp Horn, Danilo Riethmüller und Simon Kaiser. David Zobel ersetzt nach seinen starken Leistungen im zweitklassigen IBU-Cup den 31-jährigen Lucas Fratzscher vom WSV Oberhof 05. Im WM-Ort von 2027 stehen dann noch die Verfolgungs- und Staffelrennen auf dem Programm.