Biathlon-Weltcup Ein Ex-Biathlet wird Wettkampfleiter in Oberhof

Die Biathlonsaison ist am Wochenende in Schweden gestartet. In Oberhof gehen die Vorbereitungen für den Weltcup 2026 in die heiße Phase – mit einer interessanten Personalie.

Peter Sendel, Dennis Baumann und Christopher Schwarz (von links) besetzen zentrale Positionen im Organisationsbereich neu. Foto: Susann Eberlein/Oberhofer Sport und Event GmbH

Die sogenannten Volunteers – zu Deutsch: Freiwillige – rüsten sich in Oberhof für ihren Einsatz für den Wintersport. „Sie sind Kampfrichter oder Ordner in der Arena und an der Strecke, sorgen für eine zügige An- und Abreise der Fans, zeigen sich fürs Essen und Trinken im Hüttendorf verantwortlich, sitzen an der Tageskasse, verkaufen Fanartikel oder erfüllen das Rahmenprogramm mit Leben: Zwischen 620 und 700 Volunteers werden die Organisatoren des IBU- Weltcups Biathlon 2026 in Oberhof pro Wettkampftag unterstützen und die Veranstaltung vom 8. bis 11. Januar 2026 mit ihrer Erfahrung und Leidenschaft prägen“, verkündet Susann Eberlein von der Oberhofer Sport und Event GmbH (OSE) nach einem großen Treffen der Ehrenamtler am Wochenende.

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Knapp 100 Volunteers kamen zur traditionellen Auftaktveranstaltung, die die heiße Phase der Vorbereitung einläutet. Foto: Susann Eberlein/Oberhofer Sport und Event GmbH

„Ich kann es gar nicht oft genug betonen: Ihr tragt maßgeblich zum Erfolg der Wettkämpfe und des gesamten Events bei. Wir sind sehr dankbar für euren Einsatz“, sagte OK- und OSE-Chef Bernd Wernicke im Haus des Gastes. Dort hatten sich die Ehrenamtler auf ihre Einsätze am Rennsteig eingestimmt. Sie erhielten die wichtigsten Informationen – von den nächsten Arbeitseinsätzen im Vorfeld des Weltcups über die Akkreditierung bis zur Versorgung.

Peter Sendel kehrt in die Arena zurück

Im Vorfeld der Wettkampfsaison 2025/2026 wurden einige zentrale Positionen bei der Organisation neu besetzt. An der Spitze des Wettkampfbereichs steht ab sofort Peter Sendel, ehemaliger Weltklasse-Biathlet, der die Rolle des Wettkampfleiters übernimmt. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Ich möchte meine Erfahrungen in die Organisation eines der wichtigsten Wintersportevents in Thüringen einbringen und meinen Teil dazu beitragen, dass Athleten, Trainer und Fans ein unvergessliches Erlebnis haben“, sagt der 53-Jährige, der im Herbst 2024 die Prüfung zum Internationale der im Herbst 2024 die Prüfung zum Internationalen Kampfrichter ablegte und beim vergangenen Weltcup als Wettkampfsekretär fungierte.

OK-Chef Bernd Wernicke stimmte die Volunteers auf ihre Einsätze ein. Foto: Susann Eberlein/Oberhofer Sport und Event GmbH

Die Aufgaben des Wettkampfleiters sind vielfältig. Als Bindeglied zwischen Ausrichter, Verbänden und Teams muss Peter Sendel – auch unter Zeitdruck – wichtige Entscheidungen treffen, Abläufe koordinieren und für reibungslose Wettkämpfe sorgen. „Peter weiß genau, worauf es ankommt. Er bringt enorme Expertise mit und gleichzeitig die Leidenschaft, die man nur von jemandem kennt, der selbst Wettkämpfe auf höchstem Niveau erlebt hat“, betont Bernd Wernicke.

Unterstützt wird er vom neuen Wettkampfsekretär Christopher Schwarz, der die administrativen und organisatorischen Abläufe verantwortet. Die Leitung des Schießstandes liegt ab diesem Jahr in den Händen von Dennis Baumann. Für das Teamareal zeichnet sich nun Jens Weigel verantwortlich.

Über 20.000 ehrenamtliche Stunden

Der überwiegende Teil der Volunteers ist in den Thüringer Wintersportvereinen organisiert. Mit 75 Freiwilligen stellt der Ski- und Wanderverein Goldlauter-Heidersbach die meisten Unterstützer. Dahinter kommen der Skiverein Eintracht Frankenhain mit 57 gemeldeten Ehrenamtlichen und der WSV Schmiedefeld mit 46 Ehrenamtlichen. Insgesamt leisten die Freiwilligen vor, während und nach dem Weltcup über 20.000 ehrenamtliche Stunden, sagte Susann Eberlein.