Biathlon-Weltcup Der Wettergott hat ein Einsehen

Viel zu tun: Die Streckenpräparation ist in diesem Jahr besonders schwierig. Foto: Kevin Voigt

Endlich Neuschnee auf dem Rennsteig: Das Winter-Comeback sorgt für einen ruhigeren Pulsschlag bei den Organisatoren des Oberhofer Biathlon-Weltcups.

Oberhof - Minus 3,5 Grad, eine dünne Schneedecke und sogar etwas Sonnenschein: In der Nacht vor dem ersten Trainingstag am Mittwoch hatte der Wettergott endlich ein Einsehen. Wie erwartet drehten in Oberhof die Temperaturen in den Kältebereich und sorgten für Erleichterung bei den Organisatoren des Biathlon-Weltcups. Die Biathletinnen und -athleten dürfen am Mittwochmittag ihre ersten offiziellen Trainingsrunden drehen, dem am Freitag mit dem Männersprint beginnenden Weltcup steht nichts mehr im Weg. Rund 200 Aktive aus 30 Nationen werden an den drei Wettkampftagen um sechs Siege streiten – aufgrund der Corona-Pandemie abermals vor leeren Rängen.

Nach dem extremen Tauwetter der vergangenen Tage mit dauerhaften Plus-Temperaturen und viel Niederschlag wurde am Dienstagabend um 19 Uhr mit der Präparation der Strecke und des Schießstandes begonnen. „Acht Tage rund um den Jahreswechsel mit Wind, Sturm, Regen und Tauwetter – das habe ich so noch nie erlebt“, sagte OK-Chef Thomas Grellmann. „Wir mussten für die Neubelegung der Strecke fast an die Grenze gehen, was den übersommerten Schnee anbelangt. Aber jetzt haben wir dank des endlich einsetzenden Winterwetters seit Mittwochfrüh ein Lächeln im Gesicht und hoffen, dass es bis nach dem letzten Wettkampf am Sonntag nicht mehr weicht.“ Auch Bundestrainer Mark Kirchner ist mit den Bedingungen versöhnt: „Temperaturen und Wetter sehen ja nun wieder positiv aus.“

Abseits des Trainings am Mittwoch rollten die Schneetransporte weiter, wurde die Streckenbelegung fortgesetzt und das Loipennetz erweitert. Bis zum Rennbeginn soll die 3,3-Kilometer-Standardrunde wieder komplett belegt sein. Da die Reserven in den beiden großen Depots an der Strecke mittlerweile weitgehend aufgebraucht sind, wurde auch Schneereserven von den Schanzen am Kanzlersgrund angefahren.

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