Biathlon Polizei verhört Weltmeisterin

Ist Julia Simon Täterin oder Opfer? Im Kreditkartenskandal ist die Weltklasse-Biathletin aus Frankreich nun in ihrem Heimatland vernommen worden.

Weltmeisterin von Oberhof: Julia Simon Foto: dpa/Martin Schutt

Der vermeintliche Kreditkarten-Skandal in der französischen Biathlon-Nationalmannschaft zieht weitere Kreise. Nachdem die zuständigen Behörden monatelang ermittelt haben, ist die Weltklasse-Skijägerin Julia Simon nun von der Polizei in Albertville einbestellt und verhört worden. Dies berichtet die regionale Tageszeitung „Le Dauphiné Libéré“. Vorangegangen seien gründliche Auswertungen von Daten im Internet sowie auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets. Hintergrund der Ermittlungen sind Vorwürfe aus dem Jahr 2022, die von Simons Teamkollegin Justine Braisaz-Bouche erhoben wurden. Laut der Beschuldigungen soll Simon die Kreditkarte von Braisaz-Bouche zur Bestellung von Waren im Internet missbraucht haben.

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Simons Anwalt Christian Borel sagte der Zeitung, dass seine Mandantin im Polizeiverhör an ihrer Version der Geschichte festhält. Die Gesamtweltcup-Siegerin des vergangenen Winters und Verfolgungs-Weltmeisterin von Oberhof beteuert, Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden zu sein. Die ihr vorgeworfenen Einkäufe seien nicht von ihr selbst, sondern von unbekannten Personen ohne Erlaubnis in ihrem Namen erfolgt.