Mit zwei Thüringern wollen die deutschen Biathleten am Sonntag nach der ersten Medaille greifen.
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Mit den Thüringern Justus Strelow (Erfurt) als Startläufer und Vanessa Voigt (Oberhof) auf Position drei geht deutsche Mixed-Staffel zum Auftakt der olympischen Biathlonrennen in Antholz ins Rennen. Das Duo greift am Sonntag (14.05 Uhr/ZDF und Eurosport) gemeinsam mit Philipp Nawrath und Schlussläuferin Franziska Preuß nach der ersten deutschen Medaille in diesem Wettbewerb bei Winterspielen überhaupt.Strelow und Voigt gelten als überragende Schützen. Für Voigt ist die Nominierung nach ihrem längeren Ausfall in der Vorsaison ein großer Erfolg. Mit Selina Grotian, Julia Tannheimer und Janina Hettich-Walz standen weitere starke Athletinnen zur Auswahl.
Die Konkurrenz auf den anspruchsvollen Strecken in rund 1.600 Metern Höhe in Südtirol ist groß. Gold-Favorit ist Weltmeister Frankreich, aber auch Olympiasieger Norwegen, Gastgeber Italien und Schweden dürften in den Kampf um die Medaillen eingreifen.
„Die Mixed-Staffel ist wahrscheinlich das brutalste Rennen, weil so viele Nationen mindestens zwei gute Männer und Frauen haben. Du kannst einen fantastischen Wettkampf machen, wirst aber trotzdem nur Fünfter“, sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling im Vorfeld. Die Hoffnungen auf einen positiven Start sind dennoch groß: „Wenn es von Beginn an bei einem läuft, dann sind viele Dinge leichter.“
Die Auswahl des Deutschen Skiverbandes agierte in der kurzen Olympia-Historie der Mixed-Staffel bislang glücklos. Bei der Premiere 2014 in Sotschi wurde das Quartett nach Bekanntwerden des Dopingfalls um Evi Sachenbacher-Stehle nachträglich disqualifiziert, vier Jahre später in Pyeongchang reicht es zum vierten Platz. 2022 in Peking belegten Voigt, Denise Herrmann-Wick, Benedikt Doll und Nawrath nur den fünften Rang. Startläuferin Voigt hatte sich dabei gleich zwei Strafrunden geleistet.