Biathlon Mit Skiroller und Gewehr

In der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena geht bis zum Sonntag die WM im Sommer-Biathlon über die Bühne.

WM-Auftakt: Das Supersprint-Rennen der Juniorinnen. Foto: //Christian Einecke

Mit Olympiasiegerin Denise Herrmann als Zugpferd startet das deutsche Biathlon-Team am heutigen Freitag in die Sommer-Weltmeisterschaft in Ruhpolding. Für die Wettkämpfe in der Chiemgau-Arena hatte der Deutsche Ski-Verband (DSV) ursprünglich 16 Aktive im Erwachsenenbereich nominiert, nach der Absage von Benedikt Doll (private Gründe) werden nun 15 Skijägerinnen und -jäger im Einsatz sein. Von vornherein nicht im Aufgebot stand Lokalmatadorin Franziska Preuß. Die 28-Jährige hat Trainingsrückstand nach gesundheitlichen Problemen, zuletzt wurde sie von einer Stirnhöhlenentzündung geplagt.

Nach der Werbung weiterlesen

„Wir sehen den Event als eine gute Chance zur Formüberprüfung, zumal viele internationale Asse dabei sind“, sagte Felix Bitterling, neuer Biathlon-Sportdirektor beim DSV. Neben der deutschen Mannschaft haben die Vertretungen aus Italien, Schweden, Österreich, Tschechien, Polen, Slowenien, der Schweiz und der Slowakei gemeldet. Am heutigen Freitag steht der Supersprint auf dem Programm – eine neue Disziplin, bestehend aus einer Qualifikation (4,5 km) und einem 7,5 Kilometer langen Rennen für die besten 30 Qualifikanten, die alle gleichzeitig auf die Strecke gehen. Am Samstag stehen die normalen Sprintwettbewerbe auf dem Plan, gefolgt vom Massenstart am Sonntag.

Bereits am Donnerstag wurden im Nachwuchsbereich die ersten Medaillen vergeben. Den Supersprint der Juniorinnen gewann Selina Kastl (Neubau), bei den Junioren war der Litauer Maksim Fomin erfolgreich. Silber ging an Fabian Kaskel aus Todtnau. Albert Engelmann und Hans Köllner aus der Oberhofer Trainingsgruppe belegten die Plätze 11 und 20, während Benjamin Menz (SV Motor Tambach-Dietharz) in der Qualifikation mit fünf Schießfehlern scheiterte.