Strahlende Sonne – tief verschneiter Wald und die internationale Biathlon-Elite auf der Piste am Grenzadler – das sind die Bilder, die am Sonntag aus Oberhof um die Welt gingen. Das erste Wochenende des Spitzensports konnte im Thüringer Wald nicht besser zu Ende gehen. Abgesehen vom sportlichen Fazit und dem dazwischenfunkenden Sturmtief Elli gibt es vom Publikum – egal, wen man auch fragt – durchweg fünf Sterne für die Organisation. Das macht gute Laune für die beiden kommenden Wochenenden. Und es zeigt: Oberhof kann’s einfach. Oder besser: Der Thüringer Wald kann’s. Mit viel Unterstützung aus der Landespolitik in den letzten Jahren für die nötige sportliche Infrastruktur scheint am Rennsteig alles möglich: Biathlon, Langlauf, Rodeln, Nordische Kombination im Weltklasseformat. Das muss man erst mal schaffen – angesichts harter internationalen Konkurrenz. Am Ziel ist Oberhof zwar noch nicht – weil es noch an einer neuen Großschanze im Kanzlersgrund fehlt. Aber die Stadt am Rennsteig hat einen Fuß in der Tür – und lässt andere Wintersportorte in Sachsen oder anderswo weit hinter sich. Am Rennsteig ist Thüringen spitze – auch weil alle zusammenstehen und viele freiwillig mithelfen. Das sollte uns im Süden Thüringens alle mal stolz machen.
Biathlon in Oberhof Oberhof greift nach den Sternen
Peter Lauterbach 11.01.2026 - 11:51 Uhr