Biathlon-EM in Polen EM-Bronze könnte Kühn das WM-Ticket bescheren

Johannes Kühn holt bei der Biathlon-EM den ersten Podestplatz für die deutschen Skijäger. Foto: imago images/CEPix/Christian Einecke via www.imago-images.de

Johannes Kühn hat bei der Biathlon-EM den ersten Podestplatz für die deutschen Skijäger geholt. Der Frankenhainer Philipp Horn hatte die zweitbeste Laufzeit, wurde aber nur 16.

Duszniki Zdroj - Der bayerische Biathlet Johannes Kühn hat am Freitag mit dem dritten Platz im Sprint bei den Europameisterschaften im polnischen Duszniki Zdroj den ersten Podestplatz für die deutschen Skijäger erkämpft. Der 29 Jahre alte Zollbeamte vom WSV Reit im Winkl musste zwei Strafrunden drehen und lag im Ziel nach zehn Kilometern als Laufschnellster aller 144 Starter 15,3 Sekunden hinter dem 33-jährigen Schweizer Martin Jäger, der das Rennen vor dem Russen Said Karimulla Khalili für sich entschied.

Der Frankenhainer Philipp Horn, der noch um einen Startplatz für die WM kämpft, musste dreimal in die Strafrunde. Er kam mit der zweitbesten Laufzeit, nur 0,9 Sekunden hinter Kühn, auf den 16. Platz. Die in Oberhof trainierenden Danilo Riethmüller aus Clausthal-Zellerfeld und Justus Strelow (Schmiedeberg) landeten auf den Rängen zwölf und 17.

Der neue Europameister ist ein Schützling des ehemaligen Oberhofer Biathleten und Stützpunkttrainers Alexander Wolf. Jäger räumte alle Scheiben ab und sicherte sich das wertvollste Ergebnis seiner Karriere.

Dank seines Podestplatzes dürfte Kühn einen der zwei noch offenen Plätze im deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaft im slowenischen Pokljuka (9. bis 21. Februar) ergattert haben. Am Samstag gibt es bei der EM in Polen die Verfolgungsrennen der Männer und Frauen. Am Sonntag stehen die Mixed- und die Single-Mixed-Staffel auf dem Programm.

Im Sprint der Frauen (7,5 km) verpassten die deutschen Starterinnen beim Sieg der Lettin Baiba Bendika die Podestplätze. Vanessa Voigt (Rotterode) war als 16. beste DSV-Biathletin, einen Platz dahinter folgte Franziska Hildebrand. Juliane Frühwirt (Tambach-Dietharz), die ebenso wie Voigt fehlerlos blieb, landete unter 127 Starterinnen auf Rang 19. uj

 
 

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