Beweidungsprojekt Robustrinder in Breitungen: Gemeinderat lehnt ab

Robustrinder wie Highland-Cattles oder Galloways wollte der Nabu Breitungen im Naturschutzgebiet Breitunger Seen weiden lassen Foto: dpa-tmn/Arthur Letzelter

Aus dem Wunsch der Nabu-Ortsgruppe, Flächen nahe der Breitunger Seen für eine Ganzjahresbeweidung durch Robustrinder zu nutzen, wird nichts werden. Der Gemeinderat will nicht verpachten.

Breitungen - Wie Bürgermeister Ronny Römhild in der Gemeinderatssitzung am Montagabend erklärte, habe das Gremium zuvor in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, die betreffenden Flächen nicht an die Nabu-Ortsgruppe zu verpachten. Damit dürfte das Beweidungsprojekt vom Tisch sein.

Der Vorsitzende der Breitunger Nabu-Ortsgruppe, Matthias Wilke, hatte das Vorhaben im vergangenen Sommer dem Gemeinderat vorgestellt. Dabei ging es um drei Flächen zwischen 0,4 und etwa eineinhalb Hektar Größe im Naturschutzgebiet Breitunger Seen. Die insgesamt rund drei Hektar könnten für eine Ganzjahresbeweidung von drei Kühen ausreichen, meinte die Nabu-Ortsgruppe, sie dachte an Robustrinder wie Highland Cattles oder Galloways. Der Appetit der Tiere sollte die Landschaft pflegen und der Artenvielfalt dienen. Die Ortsgruppe wollte sich selbst um das Beweidungsprojekt kümmern, benötigte dafür aber die entsprechenden Flächen.

Nach der ersten Vorstellung der Pläne gab es Kritikpunkte. Es ging etwa um den Bachlauf des Knollbachs, der zum Teil durch eine Weide führen sollte, und um die Frage, wie sicher die Einzäunung wäre. Auch die Ansichten des Anglervereins und des Rhönklubs sollten beachtet werden. Darauf hatte der Bürgermeister hingewiesen.

Kürzlich stellte Wilke eine überarbeitete Variante des Projekts im Gemeinderat vor – doch er konnte offenbar nicht überzeugen. uf

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