Bettelhecken Erster Heimsieg 2020

Der 24. Oktober ist für Sonneberg-West (rot) ein historischer Tag in 2020. Quelle: Unbekannt

297 Tage mussten sich die Fußballer von Sonneberg-West gedulden. Am Samstag ist endlich der erste Heimsieg in diesem Jahr geglückt. 2:0 gewinnt die Germania gegen die SG Mendhausen/Römhild.

Bettelhecken - Seit Samstagnachmittag ist die Durststrecke der Kreisoberliga-Fußballer des TSV Sonneberg-West beendet. Der erste Heimsieg im Jahr 2020 ist da. Dabei waren die Vorzeichen der Partie gegen die SG Mendhausen/Römhild weiß Gott nicht prächtig. Germania-Coach Andreas Schröder musste seine erfolgreiche Elf der Vorwoche umbauen, denn die beiden in Westhausen stark aufspielenden Fabian Rädlein und Robert Koch fehlten am Samstag verletzungsbedingt. Dafür rückten Lukas Nagel und der erstmals beginnende Philipp Koch in die Startelf.

Die Hausherren begannen stark und hatten nach einem Freistoß von Philipp Holland, mit dem SG-Keeper Philipp Schwab seine Probleme hatte (4.). Nach einem schönen Pass in die Schnittstelle tanzte Johannes Roth den Torwart aus, wurde dabei jedoch abgedrängt, sodass der Abschluss an den Pfosten ging. Die dennoch gut stehende Gästemannschaft um den auffälligen Björn Kestler kam nun immer besser ins Spiel und Fabian Schmidts Schuss aus guter Position über das Gehäuse war so etwas wie ein erstes Warnzeichen für die Westler.

Das Spiel wurde nun zerfahren, dennoch hatte die Heimelf durch einen Räder-Kopfball und einem schön vorgetragenen Angriff über Roth und den 17-jährigen Franz Liebermann weitere Hochkaräter, doch Schwab und seine aufmerksamen Vorderleute Björn Kestler und Jan Flossmann verhinderten den Einschlag mit großem Einsatz. So musste für das 1:0 eine zu kurz geratene Kopfballrückgabe Flossmanns herhalten, der einen Stärker-Pass abfangen wollte. Dem schnellen Johannes Roth war das nur recht (38.).

Die Gäste versuchten gegen nun zu passive Germanen sofort zu antworten und hatten durch den freigespielten Christian Hirn ihren ersten Riesen, doch der Schuss ging über das Bauer-Gehäuse. Weiter nachlässig der TSV, doch Mendhilds Christoph Neumann vergab am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz.

Nach der Pause drängten die Grabfelder weiter auf den Ausgleich, doch Philipp Koch klärte mit großem Einsatz vor dem einschussbereiten Neumann. Es folgte ein wildes Durcheinander im Germania-Strafraum im Anschluss an die folgende Ecke, doch die Abschlussschwäche der Gäste plus die kämpfenden Westler verhinderten gleich zweimal den eigentlich sicheren Gegentreffer. Ralf Seidenath prüfte dann auch Schlussmann Tobias Bauer per Kopf nach einer einstudierten Freistoßvariante.

Aus dem Nichts

Praktisch aus dem Nichts fiel der zweite TSV-Treffer. Tobias Bauer per Abschlag auf Roth, der sich kurz drehte und den aufsetzenden Ball schnell Richtung Gästetor schoss und dabei von einem überraschten und zu weit vor seinem Gehäuse stehenden Schwab profitierte (59.). Der Treffer zog den Gästen sichtlich den Zahn. Bauer, Räder, Roth & Co hätten in der Schlussphase das Ergebnis erhöhen können, was aber sicherlich des Guten zu viel gewesen wäre. us

 

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