Beschluss zu Unterstützung für Gipfeltreffen Bekenntnis per Beschluss zu Suhls Höhe-Punkt

Für die Ausrichtung der Gipfeltreffen können die Veranstalter künftig mit der Unterstützung der Stadt Suhl rechnen. Foto: frankphoto.de/Karl-Heinz Frank

Die Debatte um die Unterstützung des Gipfeltreffens auf dem Schneekopf wird im Stadtrat schon länger geführt. Jetzt gibt es ein Bekenntnis per Stadtratsbeschluss.

„Die Debatte um die Unterstützung des Gipfeltreffens ist der Stadt Suhl unwürdig“, moniert Rainer Gier angesichts der schon im April ergebnislos geführten Diskussion um das Papier, das die Fraktionen Die Linke und Freie Wähler/Grüne als Antrag in die Stadtratssitzung eingebracht hatten. In dem geht es um ein Bekenntnis zum Schneekopf, der Suhls höchster Punkt ist, zum Gipfeltreffen und um dessen Unterstützung, die festgeschrieben werden soll. Am Mittwochabend lag der Antrag wieder auf den Tischen der Stadträte. Und wieder drohte er zu scheitern. „Da sind zu viele offene Fragen. Vor allem zur Sicherung der Finanzierung“, moniert Matthias Gering (CDU). Einen Grund, den Antrag zurückzuziehen, sehen die Einreicher aber nicht. „Es geht doch um die Frage, ob das Gipfeltreffen stirbt oder nicht und darum, das Ereignis, das der Stadt und der Region guttut, zukunftssicher zu machen“, so Ina Leukefeld (Linke).

Allerdings stößt die allgemein gehaltene Formulierung, dass die Stadt das Gipfeltreffen finanziell, personell und materiell – mit ÖPNV, Müllentsorgung, Logistik, Ordnung und Sicherheit – auf weiteren Widerwillen in der CDU-Fraktion. So meint Tobias Uske, dass es doch nicht angehen könne, dass die Antragsteller dem Rest des Stadtrates einen Blanko-Scheck aus dem Kreuz leiern wollen. „Wir lassen uns doch nicht erpressen.“ Schließlich gäbe es noch andere Vereine, die etliches auf die Beine stellen und Unterstützung brauchen. Und die finanzielle Situation der Stadt müsse man doch auch im Fokus haben. Das kommentiert Philipp Weltzien, Fraktionschef der Linken, mit „haushalterischem Gejammer“ und wirbt um Zustimmung für den Antrag. Oberbürgermeister André Knapp sagt zumindest, dass er froh sei, dass das Gipfeltreffen auf Suhls Höhe-Punkt stattfindet und dass man für die Unterstützung eine vertragliche Vereinbarung auf den Weg bringen müsse. Genau das ist als weiterer Punkt in den Beschluss-Text aufgenommen worden, sodass der dann tatsächlich mehrheitsfähig und mit 23 Ja-Stimmen sowie acht Enthaltungen beschlossene Sache wird.

Wie die vertraglichen Regelungen aber aussehen sollen, dazu gebe es derzeit noch keine konkreten Aussagen, so André Knapp auf Nachfrage. „Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, über die wir nun – auch im Kontext mit anderen Höhepunkten und möglicherweise auch anderen Vereinen – nachdenken müssen.“ Wichtig sei dabei immer, dass die Stadt Suhl nicht Veranstalter des Gipfeltreffens ist, sondern Unterstützer.

Der Kultur-Dachverband, der zurzeit in Arbeit ist, könnte eine der Möglichkeiten sein. Eine Vereinbarung, so wie sie mit den Sportvereinen über die von der Haushaltslage abgekoppelten Förderungen getroffen wurden, wäre eine andere. Das Ganze einfach über den Haushalt zu regeln ist der Stadt Suhl nicht vergönnt, denn sie hat keinen. Jedenfalls keinen mit einer Genehmigung. „Wenn uns der Freistaat ordentlich mit Finanzen ausstatten würde, dann wäre vieles machbar“, so der OB, der im Schneekopf viel Potenzial dafür sieht, auf die ganze Stadt ausstrahlen zu können.

Das Gipfeltreffen, das vom Thüringer Gebirgs- und Wanderverein auf dem Schneekopf ausgerichtet wird, ist für dieses Jahr gesichert und findet am 2. und 3. Juli statt. Neben reichlich Unterhaltung ist auch wieder der Schneekopflauf im Programm. Auch die Krönung der Schneekopfkönigin steht an. Das Gipfeltreffen wird seinen nunmehr 22. Geburtstag auf dem mit 978 Metern über NN zweithöchsten Berg des Thüringer Waldes feiern. Der Schneekopf gehört seit der Eingemeindung Gehlbergs im Jahr 2019 zur Stadt Suhl.

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