"Gut gewachsen", sagt Josef Bayer zufrieden, als er den Blick über eines seiner Felder im Landkreis Kronach schweifen lässt. Auf denen hat er nicht etwa Hafer oder Gerste angebaut. Nein, darauf gedeihen Hanfpflanzen. Nutzhanf, wie er sagt. Dessen Blüten haben einen THC-Gehalt unter 0,2 Prozent. Sprich, der Anteil sogenannter psychoaktiver Substanzen ist so gering, dass man sich eigentlich nicht damit berauschen kann. Josef-Bayer, der in sozialen Medien als "Hanf-Joe" aktiv ist, erklärt, ihm sei der medizinische Aspekt der Pflanze wichtig. Denn ein Bestandteil des Nutzhanfs ist das für zahlreiche medizinische Zwecke eingesetzte Cannabidiol (CBD). Das war auch der Auslöser für Josef Bayers Interesse an der Pflanze. Er leidet von Kindesbeinen an am Reizdarmsyndrom, hat etliche Operationen und Therapien hinter sich. Vor vier Jahren hat er das CBD-Öl für sich entdeckt. "Seit ich das nehme, hatte ich deswegen keinen Krankenhausaufenthalt mehr", schwärmt der 33-Jährige. Mittlerweile bekommt er zu dem CBD-ÖL auch noch Cannabis aus der Apotheke ärztlich verordnet und ist seither fast beschwerdefrei.