Meine erste Begegnung in Sachen Bernhard Vogel war eine mit seinem Bruder Hans-Jochen. An jenem 28. Januar 1992, als bekannt wurde, dass der CDU-Politiker Bernhard Vogel nach Thüringen geht, landete sein Bruder Hans-Jochen, gerade nicht mehr SPD-Bundesvorsitzender, mit dem Hubschrauber in Meiningen. Und der junge Reporter konnte ihn zu der Personalie befragen: „Ich bitt’ mir aus, dass man ihn hier besser behandelt als in Rheinland-Pfalz“, war die spontane Reaktion des älteren Bruders. Zu diesem Zeitpunkt wusste man hier nicht allzu viel über den Import, allenfalls war sein Spruch „Gott schütze Rheinland-Pfalz“ bekannt, mit dem er in Mainz Ende 1988 nach zwölf Jahren abgetreten war, weil er einen Machtkampf in der dortigen CDU verloren hatte.
Bernhard Vogel Er war Landes- statt Familienvater
Jens Wenzel 03.03.2025 - 15:43 Uhr