Spenden, die im Einzelfall die Höhe von 35.000 Euro übersteigen, müssen dem Präsidenten oder der Präsidentin des Deutschen Bundestages unverzüglich mitgeteilt werden. Diese Zuwendungen werden unter Angabe des Spenders oder der Spenderin veröffentlicht.
Was sagt Krach zu den Ermittlungen?
Krach hatte die Vorwürfe bereits am Mittwoch als haltlos zurückgewiesen. Sein Sprecher sagte: "Selbstverständlich kooperieren wir mit den Behörden vollumfänglich, um diese haltlosen Unterstellungen auszuräumen." Auf Fragen von Journalisten sagte Krach mehrfach, dass er das Vorgehen der Staatsanwaltschaft so kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September nicht bewerten wolle. "Ich unterstelle der Staatsanwaltschaft gar nichts", sagte er. "Ich bin absolut überzeugter Demokrat und glaube an die Unabhängigkeit der Justiz."
Krach ergänzte, er sei jedoch über den Zeitpunkt der Wohnungsdurchsuchung bei ihm "überrascht". "Ich weiß nicht, was sie dort gesucht haben, unter den Betten meiner Kinder oder im Auto." Beschlagnahmt worden seien neben seinem Handy, das er womöglich in Kürze zurückbekomme, alte Handys der Familie und ein iPad. Einen genauen Überblick habe er nicht.
Nach eigenen Angaben erfuhr der Politiker erst am Tag der Durchsuchungen von den Ermittlungen.
Warum sind die Ermittlungen so brisant?
In Niedersachsen ist am kommenden Sonntag Kommunalwahl, in Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sagte, der Zeitpunkt der Ermittlungen kurz vor den Wahlen sei für sie merkwürdig. Man wundere sich auch über die Art und Weise, dass sein Zuhause durchsucht und ihm das Handy weggenommen worden sei. "Es besteht ja keine Fluchtgefahr bei ihm." Sie wolle darüber aber nicht urteilen.