Berlin/Erfurt Eigenanteile für Pflegebedürftige weiter gestiegen

Eine ältere Frau sitzt in einem Pflegeheim in ihrem Rollstuhl vor einem Tisch. Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild

In Thüringen müssen Pflegebedürftige für einen Platz im Pflegeheim inzwischen mehr als 1500 Euro aus eigener Tasche dazu legen. Zum Stichtag 1. Juli lag der von ihnen zu zahlende Eigenanteil bei 1564 Euro, wie aus Daten des Ersatzkassenverbandes Vdek hervorgeht.

Die Summe setzt sich aus den Zuzahlungen für die reine Pflege und Betreuung, den Kosten für Unterkunft und Verpflegung und den anteilig auf die Heimbewohner umgelegten Investitionskosten der Einrichtungen zusammen. Seit dem Jahresbeginn 2018 sind die Eigenanteile somit um rund 330 Euro gestiegen.

Die Thüringer müssen allerdings weiter deutlich weniger zuzahlen als Pflegebedürftige in anderen Bundesländern. Im Bundesdurchschnitt sind 2015 Euro fällig. Am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen(2405 Euro). Dagegen ist die Belastung der Pflegebedürftigen in Sachsen-Anhalt mit 1436 Euro am niedrigsten.

Der von den Heimbewohnern zu entrichtende Anteil für Pflege und Betreuung ist in Thüringen der bundesweit niedrigste. Er liegt bei 490 Euro im Monat. Im Bundesdurchschnitt beträgt er 786 Euro. In Baden-Württenberg sind es mehr als 1000 Euro, in Berlin etwas weniger als 1000 Euro.

Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt je nach Pflegebedarf nur einen bestimmten Anteil an den Pflegekosten. In Thüringen leben mehr als 115.000 Pflegebedürftige, darunter rund 25.000 in Heimen.

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