Bergwaldprojekt Die Arbeiten im Thüringer Bergwald gehen nie aus

Nicht nur reden, sondern für den Naturschutz anpacken, ist das Ziel des jährlichen Bergwaldprojekts im Oberhofer Forstamtsbereich. In diesem Jahr hat Revierleiter Michael Willmann rund um Suhl etliche Aufgaben für die Freiwilligen.

Es sind Aufgaben, die die Freiwilligen, die sich im Rahmen des Bergwaldprojektes zum Arbeitseinsatz gemeldet haben, nicht jeden Tag erledigen. Noch bis Samstag heißt es für sie: Raus aus dem Büro und rein in den Thüringer Wald. Jedes Jahr ist eine Gruppe engagierter Naturschützer im Oberhofer Forstamtsbereich unterwegs, um ihren Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz zu leisten. Diesmal hat Revierleiter Michael Willmann rund um Suhl allerhand zu tun für die willkommenen Helfer.

Damit die Weißtanne auf dem Geiersberg in Goldlauter-Heidersbach ungestört wachsen kann und nicht von hungrigem Wild angeknabbert wird, muss der Einzeltschutz erneuert werden. Durch Sturm und Vandalismus seien einige Stäbe samt Plastikgitter demoliert worden, schildert Michael Willmann. Anfang der Woche haben die Projektteilnehmer die erste Aufgabe erledigt.

Sie sind weitergezogen in Richtung Königswasser. Die sogenannte Vorwaldpflege steht auf der Liste der zu erledigenden Arbeiten. Auf einer Fläche, die 2007 vom Orkan Kyrill leer gefegt wurde, fühlten sich allerhand Birken heimisch. Doch der Anflug steht zu dicht. „Er behindert sich gegenseitig“, sagt der Förster. Einige der Bäume seien außerdem durch die Schneelast im Winter abgeknickt. Weil sie sich nicht mehr aufrichteten, müssten sie nun weg. Vier mal vier Meter Platz soll eine Birke erhalten, damit sie groß und kräftig werden kann und damit in ihrem Schatten andere Baumarten angesiedelt werden können, so der Revierleiter.

Bis zum Ende der Wochen gehen den Freiwilligen die Arbeiten nicht aus. Denn am Königswasser warten außerdem mehrere Wiesen auf helfende Hände. Durch Sturm seien etliche Bäume auf die Freiflächen gefallen. Die Stämme wurden herausgerückt, Äste und Kronen liegen allerdings noch im Gras. „Dort wachsen Arnika und Geflecktes Knabenkraut und damit Kräuter, die es zu erhalten gelte, so der Forstexperte. at

Autor

 

Bilder