Als im Frühjahr 2023 die Heizung im Bergwacht-Gebäude den Geist aufgab, mussten sich die Bergwachtler etwas neues überlegen: Ersatzteile gab es nicht mehr für ihre alte Gastherme, eine neue wäre teuer geworden. Im Sinne der Nachhaltigkeit haben sie sich für eine Fotovoltaik-Anlage mit Elektroheizung entschieden. In ein Bundesförderprogramm sind sie nicht hineingekommen, weil die alte Heizungsanlage zu alt gewesen ist. Und so hieß es Klinkenputzen. Dank Lottomitteln,die das Thüringer Sozialministerium ausgereicht hat, dank Spenden aus dem Landratsamt und von Firmen hat die Bergwacht die gut 24 000 Euro zusammenbekommen, schildert Marco Warlich, Vorsitzender des Fördervereins „Berliner Erna“. Mit dem Förderbescheid aus dem Oktober 2023 konnte gebaut werden. Im November – kurz vorm ersten Wintereinbruch – war alles soweit, schildert Marco Warlich. Allerdings hat es der Energieversorger erst in diesem Juli geschafft, den neuen Zähler zur Einspeisung der Energie ins Netz, bereitzustellen. Bergwachtleiter Florian Krebs spricht davon, dass man bedarfsgerecht geplant habe. Über einen Speicher könne man einen möglichen Ausfall bis zu 24 Stunden kompensieren. Für den Bergwachtstützpunkt ist das wichtig, weil er im Katastrophenfall Anlaufpunkt für die Bevölkerung von Gießübel ist und Notstromversorgung sowie der Zugang zu Kommunikationswegen gesichert wird. Ebenfalls wichtig für den kleinen Verein: Auf diese Weise konnten die Nebenkosten drastisch gesenkt werden. Eine erste Auswertung hat ergeben, dass man noch bei etwa 600 Euro im Jahr liege. Zuvor waren es etwa 1600 Euro. Vize-Landrat Dirk Lindner begleitet die Veranstaltung und dankte im Namen des Landkreises für das Engagement der Bergwacht. Das sei bemerkenswert und könne nicht hoch genug geschätzt werden. „Eure Arbeit ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält“, sagte Lindner
Bergwacht Gießübel Die Bergwacht heizt jetzt mit Sonnenstrom
Cornell Hoppe 01.09.2024 - 14:30 Uhr