Bergdorf-EM Genuss, Kultur und Sport

Schweizer (Wintersport) und Deutsche (Rasensport) trafen mit Hans Hahn (Deutscher Meister Bogenschießen 2012) zum Startschuss der finalen Vorbereitung zur Bergdorf-EM im Trusepark aufeinander. Foto: Wolfgang Benkert

Der neuerliche Startschuss zur Vorbereitung auf die Bergdorf-EM der Fußballer 2022 in der Schweiz fiel im Trusepark.

Trusetal - Der Termin der Bergdorf-Fußball-Europameisterschaft steht fest: Vom 7. bis 10. Juli 2022 rollt das Leder in Zermatt (Wallis/Schweiz). Für das Deutsche Bergdorf-Nationalteam aus dem Thüringer Wald (FC Steinbach-Hallenberg) heißt das: Die heiße Phase der Vorbereitung für das Amateur-Turnier mit neun Nationen beginnt. Startschuss dafür war ein sportlicher Schlagabtausch mit der Schweizer Nationalmannschaft der Biathlon-Herren im Trusepark beim Bogenschießen.

Auf dem ehemaligen Bergbaugelände traf die deutsche Bergdorf-Nationalmannschaft im Fußball auf die Schweizer Nationalmannschaft im Biathlon. Die Herren machen gerade unter Obhut ihres Cheftrainers Alexander Wolf in der Olympia-Vorbereitung im Thüringer Wald Station. Die Amateur-Fußballer aus Südthüringen nutzten die Gelegenheit und traten gegen die Profi-Wintersportler aus den Schweizer Bergen im Bogenschießen an. Geht es doch hierbei unter anderem um Treffsicherheit und mentale Stärke, was der Sage nach zum Beispiel Freiheitskämpfer Wilhelm Tell mit seiner Armbrust vor mehr als 700 Jahren zum Schweizer Nationalhelden machte, dessen Geschichte vor mehr als 200 Jahren als (vor-)letztes Drama Friedrich Schillers am Weimarer Hoftheater uraufgeführt wurde.

Thüringen und die Schweiz, das passt. Auch sportlich gesehen. Kommt doch der dreimalige Biathlon-Europameister, WM-Bronzemedaillengewinner und Juniorenweltmeister Alexander Wolf aus dem Thüringer Wald. Seine Wintersport-Wurzeln liegen in Trusetal. Genau dort, wo seit 2020, dem Jahr, in dem Wolf Cheftrainer der Schweizer Biathlon-Nationalmannschaft der Herren wurde, der Bergdorf-EM-Club Trusetal International über den Tellerrand schaut und der Welt zeigt, was der Thüringer Wald zu bieten hat, mit Gemeinschaft, Respekt und Integrität. In diesem Sinne wurde der beste Bogenschütze der außergewöhnlichen internationalen Begegnung mit einem traditionellen, handgemachten Preis geehrt, welcher sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz seine Bedeutung hat. Und zwar mit einer Kuhglocke aus der renommierten Manufaktur Venter aus Kleinschmalkalden. Die Ehrung übernahm Europameisterin und Olympionikin Nadine Messerschmidt (Sportschießen/Skeet) aus Trusetal.

Für das leibliche Wohl am Rande des außergewöhnlichen Wettkampfs sorgten der Sieger des 1. Trusetaler Streuselkuchencups, Jens Bösenberg, mit seiner süßen Spezialität und der Hausmetzger Udo Storch vom Dorfklub Trusetal Echo mit Bratwürsten.

So ist auch diesmal wieder im Thüringer Wald zusammengekommen, was zusammengehört: Genuss, Kultur und Sport.

 

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