Bauern, kleine Handwerker und ein paar Beamte – so könnte um 1800 ein Besucher den Marktflecken Neuhaus bei Sonneberg wahrgenommen haben. Dass da in der Umgebung bereits ein regelrechtes Bergbaufieber ausgebrochen war, nahmen Beobachter eher am Rand zur Kenntnis. Die ersten Versuche ähnlich wie beim benachbarten Stockheim auch Steinkohle zu fördern, waren oft nur von kurzer dauer. Das änderte sich erst zwischen 1837 und 1840 erreichten die Schächte des Bergbauunternehmers Christian Weiß auch das tieferliegende Steinkohlenflöz. Damit war die Industrialisierung binnen weniger Jahrzehnte auch dort angekommen.