Bergbauden Brocken-Wirt schmeißt die Brocken hin

Nicht nur in Rhön und Thüringer Wald leiden viele Bergbauden unter Nachwuchsmangel. Nun trifft es die Gastronomie auf dem bekannten Brocken im Harz.

Brockenwirt Daniel Steinhoff gibt auf. Foto: Matthias Bein/dpa

Auf dem Brocken im Harz wird ein neuer Betreiber für große Teile der Gastronomie und das Hotel gesucht. Brockenwirt Daniel Steinhoff zieht sich zum Jahresende wegen Personalmangels zurück und wird künftig nur noch den Brockenbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen bewirtschaften. „Es fehlen halt einfach Köche, Kellner, Rezeptionsleute und Kassiererinnen“, sagte Steinhoff in Halberstadt. „Es geht einfach nicht mehr.“

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Man arbeite sehr viel mit Aushilfskräften, trotz großer Anstrengungen finde man kein Personal, sagte Steinhoff. Er und sein Sohn stünden aktuell 14 Stunden pro Tag in der Küche. „Wir beide rocken leider momentan den Brocken.“

Landrat Thomas Balcerowski (CDU) sprach von einer traurigen Nachricht. Ziel sei es nun, einen gestandenen Unternehmer mit einer pfiffigen Betreiberidee zu finden. Es habe bereits erste Besichtigungen gegeben. Balcerowski kündigte zudem weitere Investitionen an, etwa in einen Kinderspielplatz und eine Bühne für Musikevents. „Der Brocken muss ins 21. Jahrhundert geführt werden“, so der Landrat.

Der Landkreis Harz hat eine europaweite Ausschreibung gestartet. Der Kreistag soll dem Pachtplan im Dezember zustimmen. Seit Juli 2025 ist der Landkreis im Besitz eines 13.000 Quadratmeter großen Grundstücks auf dem Brocken, auf dem etwa das Brockenhotel und der Brockenturm liegen.

Der 1142 Meter hohe Brocken ist der bekannteste Berg des Harzes und der höchste Berg nördlich von Bayern und Sachsen.