Benefizkonzert in Ilmenau Die Tradition des Unicef-Konzerts endet

Jessie Morgenroth

32 Jahre lang unterstützte die Musikschule in Ilmenau bei ihrem Benefizkonzert vor Weihnachten Unicef. Nun steht eine große Änderung bevor.

Die Capella Juventa ist stets eine tragende Säule des Konzerts. Foto: Archiv/Karl-Heinz Veit

Es ist eine schöne und lang gepflegte Tradition, dass der Ilmenauer Standort der Kreismusikschule am 1. Advent zum Benefizkonzert zugunsten des Kinderhilfswerks Unicef einlädt. Diese Tradition wurde auch in diesem Jahr fortgeführt und war ein voller Erfolg – wenngleich es im kommenden Jahr eine gravierende Änderung geben wird.

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„Die Jakobuskirche war sehr gut gefüllt“, sagt Jochen Hille, Leiter des Ilmenauer Musikschulteils. Das Programm eröffnete die Capella Juventa, danach traten Ensembles und Solisten des Ilmenauer Musikschulteils auf, darunter auch das Bläserensemble. Zum Abschluss sang der Chor „Querbeat“ gemeinsam mit dem Publikum „Sind die Lichter angezündet“.

Während des Konzerts erklang – passend zur Vorweihnachtszeit – das bekannte Motiv aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, dargeboten von der Capella Juventa in Klavierbegleitung. Darüber hinaus gab es weitere weihnachtliche Musik und klassische Werke, die „in jugendlicher Perfektion“ präsentiert wurden. „Die Zeit verging wie im Fluge“, so Jochen Hille. Das Publikum honorierte die musikalische Leistung mit Spenden in Höhe von 975,62 Euro zugunsten Unicef.

Doch dann gab es noch eine besondere Änderung für das kommende Jahr zu verkünden: Es war das letzte Konzert zur Unterstützung von Unicef. Im kommenden Jahr werde das Benefizkonzert im gleichen Rahmen zwar fortgeführt, allerdings mit neuen Spendenbegünstigten.

Unterstützung für regionale Projekte

Nach 32 Jahren der Unterstützung von Unicef wolle man weiterhin Not und Leid lindern, jedoch künftig regionale Projekte fördern. „Regional“ werde dabei auch über die Grenzen des Ilm-Kreises hinausgehen. Bei diesen Projekten könne im Vorfeld berichtet werden, was genau mit den Spenden geplant sei, und es sei transparent klar, wie das Geld verwendet werde.

Es sei richtig gewesen, 32 Jahre Unicef mit dem Benefizkonzert zu unterstützen, betont Jochen Hille, jedoch wolle man sich nach all den Jahren neu ausprobieren. Nichtsdestotrotz habe das Kinderhilfswerk von den Benefizkonzerten gut profitiert: Rund 35.000 Euro an Spenden seien in all den Jahren insgesamt in Ilmenau zusammengekommen, resümiert Jochen Hille stolz.

Das erste Konzert dieser Art fand 1993 statt, lediglich einmal musste die Benefizmusik wegen Corona ausfallen. Bei der 2025er-Auflage waren drei Menschen in der Kirche, die von Anfang an dabei gewesen sind. Die weiteren Rahmenbedingungen des künftigen Benefizkonzerts bleiben wie gewohnt.

Das Benefizkonzert ist übrigens nicht das letzte Musikschulkonzert des Jahres: Am 10. Dezember, 19 Uhr, laden die Ilmenauer Musikschüler zum traditionellen Weihnachtskonzert in den Ilmenauer Audimax ein.