Beirat schaut auf Pflege Seniorenbeirat hinterfragt Pflege

Erik Hande
Dass nur wenig Zeit für die zu Pflegenden bleibt, das wird an der Pflege oft kritisiert. Foto: picture alliance / dpa/Peter Steffen

Der Seniorenbeirat der Stadt Meiningen möchte die Situation in der ambulanten Pflege erkunden. Deshalb bittet er Pflegende und zu Pflegende um weitere Informationen.

Meiningen - „Wir kennen das Problem aus unserer Sicht, haben uns schon mehrfach damit befasst“, schildert Conny Klötzke vom Seniorenbeirat der Stadt Meiningen den Wissensstand des Gremiums rund um die Probleme in der ambulanten Pflege. Durch den Beitrag „Notstand in der Pflege nimmt zu“ im Meininger Tageblatt am 17. November sei man nun noch einmal auf die offenkundige Zunahme von Engpässen aufmerksam geworden, schildert sie. Daher ist es dem Seniorenbeirat nun ein Anliegen, die aktuelle Situation rund um den Pflegebedarf sowie -personal und andere Kapazitäten zu erfassen. Ziel ist es, sich im Beirat, mit der Stadt, mit Pflegediensten und mit Patienten zu beraten und Lösungen für Probleme zu suchen. Bevor man diese finden kann, müsse man sie aber erst einmal genau kennen. Dafür braucht es die Mitwirkung und Unterstützung aller Beteiligten.

Deshalb bittet der Seniorenbeirat Patienten um Rückmeldung, wenn die Versorgung in der ambulanten Pflege nicht sichergestellt war oder andere Probleme bestehen. „Schildern Sie uns ihr Sorgen rund um die Pflege“, fordert Conny Klötzke die Pflegedienste, Familienangehörige und zu Pflegenden auf. Denn das Problem sei im Alltag sehr vielschichtig und betreffe selbst jene, die nicht direkt etwas mit der Pflege zu tun haben, so Klötzke. Wenn Beschäftigte einen Familienangehörigen daheim versorgen und dann der Pflegedienst nicht kommt, können sie mitunter nicht zur Arbeit gehen. Damit lande das Problem dann beim Arbeitgeber und Kollegen, weil sie Aufgaben umverteilen müssen. Andererseits ist der Pflegende in der Zwickmühle, denn er möchte seinen Angehörigen betreut wissen und zugleich seinen Arbeitsaufgaben nachkommen, schildert Conny Klötzke den Zwiespalt. Dass Pflegedienste oft am Rand ihrer Kapazität arbeiten, weiß sie auch.

Vor diesem Hintergrund bittet sie um Information per Mail an seniorenbeirat-meiningen@web.de oder Telefon (0 15 11) 6 60 65 29.

 

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