Bei Erstaufnahmeeinrichtung AfD-Wahlkampf und Widerstand auf dem Friedberg

Ganz bewusst haben sich Björn Höcke und Jürgen Treutler den Friedberg ausgesucht, um hier ihre Botschaften unter die Leute zu bringen. Gegner der AfD  wollten  einen Vorbeimarsch der beiden Politiker an der EAE verhindern. 

Suhl - In Windeseile hatte sich die Nachricht verbreitet, dass der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke vor seinem offiziell angekündigten Wahlkampfauftritt auf dem Suhler Marktplatz, an der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) mit seinen Mitstreitern vorbei marschieren wolle. 

Genauso schnell hatte sich das Suhler Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Rechtsextremismus mit rund 50 Teilnehmern in der Nähe der Einrichtung aufgestellt. „Wir wollen nicht, dass sie näher an die EAE kommen, als ihnen zusteht“, sagte  der Landtagsabgeordnete der Linken, Philipp Weltzien. Auch einige Suhler Stadträte hatten sich hinter die Demonstranten gestellt.   Eine Genehmigung für eine solche Versammlung habe zwar nicht vorgelegen, die Umstände würden  aber gegen eine Auflösung der Spontanveranstaltung sprechen, kommentierte der Polizei-Einsatzleiter Stephan Lörtzing das Geschehen. Rund 20 Einsatzkräfte waren auf dem Friedberg zusammen gezogen worden. 

Während der Protestaktion fuhr das Wahlkampfteam der AfD ungehindert an den Protestlern vorbei, Richtung Wohngebiet Friedberg.  „Wir verteilen hier Infomaterial und versuchen, mit dem einen oder anderen Bewohner ins Gespräch zu kommen“, stellte Höcke sein Ansinnen dar. Auf einem der Flyer beziehen er und Bundestagskandidat Jürgen Treutler eindeutig Position zur Erstaufnahmeeinrichtung. Deren Bewohner sprachen gegenüber der Polizei von Angst. 

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