Zukunft von Rutte-Deal ist unklar
Unklar blieb damit zuletzt, ob sich Trump noch an eine im Januar von Nato-Generalsekretär Mark Rutte vermittelte Absprache gebunden sieht. Diese hatte eigentlich vorgesehen, die Sicherheit in der Arktis durch das gemeinsame Handeln der Alliierten zu gewährleisten, insbesondere durch das der sieben arktischen Alliierten USA, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island.
Angaben aus Nato-Kreisen zufolge sollen die USA zudem ihre Militärpräsenz auf Grönland ausweiten dürfen und möglicherweise auch ein Mitentscheidungsrecht über bestimmte Investitionen bekommen.
Dänemark schließt einen Verkauf Grönlands an die USA bislang kategorisch aus. Regierungschefin Mette Frederiksen sagt immer wieder: "Grönland steht natürlich nicht zum Verkauf." Sie wolle das Königreich Dänemark verteidigen. Seinen bisherigen Höhepunkt hatte der Konflikt um Grönland Anfang des Jahres. Damals hatte Trump Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Länder abgekündigt, falls diese einem Verkauf der Insel an die USA nicht zustimmen sollten.
Frederiksen begleitete von der Leyen jetzt auch demonstrativ bei deren Grönlandbesuch und Gesprächen mit dem grönländischen Ministerpräsidenten Nielsen. Bereits am Sonntag hatten die drei Spitzenpolitiker eine Bootstour in die arktische Landschaft unternommen und ein nach Grönland entsandtes Patrouillenschiff der dänischen Streitkräfte besichtigt.