Auch andere Jugendliche halten eine Zeitbegrenzung für eine Lösung, um die Bildschirmzeit zu verringern.
Was wünschen die Jugendlichen sich?
Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünschen sich mehr Regulierung. Sie wünschen sich, dass die Plattformen mehr Verantwortung übernehmen und Inhalte altersgerecht filtern. Auf Plattformen wie Instagram und Tiktok bestehe zu wenig Jugendschutz. Pornografische, gewaltverherrlichende oder verstörende Inhalte seien auch für sehr junge Nutzer sichtbar. Sie schildern, wie sie Accounts blockieren und melden oder ihren Account selbst löschen, um sich zu schützen. Auch Eltern tragen ihrer Ansicht nach Verantwortung.
Was sagt die AWO zu den Ergebnissen der Umfrage?
Es brauche dringend eine strengere Regulierung von Plattformen, sagte Alexander Nöhring, Leitung des Bereichs Kinder, Jugend, Frauen und Familie beim AWO Bundesverband, der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem müsse man Jugendliche stärken, damit sie Sicherheit im Umgang mit sozialen Medien gewinnen. „Wir werden junge Menschen nie vor allen Gefahren in sozialen Medien schützen können. Insofern müssen sie eine Resilienz aufbauen, damit sie wissen, wie sie mit möglichen Gefahren umgehen“, sagte der Experte Wünschenswert seien zum Beispiel Medienkompetenztrainings an Schulen oder in Kinder- und Jugendtreffs.