Außerdem gibt es neben dem klassisch-militärisch mit Panzer und Raketen geführten Krieg die bereits erwähnte hybride Kriegsführung wie in Leipzig.
Vor diesem Hintergrund beantwortete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag die Frage, ob Deutschland sich im Krieg befindet, zweischneidig: "Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung." So ähnlich hatte es bereits vor dem Drohnen-Angriff auch der Kanzler schon gesagt: "Wir befinden uns nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden."
Wie sieht das der Kreml?
Er sieht sich längst klar im Krieg mit dem Westen und den Nato-Staaten, die die Ukraine mit Waffen und Milliarden unterstützen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow meinte einmal, bei den Kampfhandlungen in der Ukraine handle sich um einen Stellvertreterkrieg. Die westlichen Staaten benutzten dabei die Ukraine, um Russland möglichst eine "strategische Niederlage" beizubringen.
Kremlchef Wladimir Putin betont immer wieder und teils unter Verweis auf Moskaus Atomwaffen, dass Russland - wie im Zweiten Weltkrieg - auch diesmal einen Sieg davontragen werde.
Was macht der Generalbundesanwalt?
Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft laufen weiter. Als oberste Strafverfolgungsbehörde Deutschlands liegt ihr Fokus auf der Verfolgung konkreter Straftaten - also darauf, das Tatgeschehen aufzuklären, einzelne Verdächtige zu identifizieren und diese gegebenenfalls festnehmen zu lassen und anzuklagen. Zu einem möglichen russischen Auftrag des Drohnen-Angriffs wollte sich die Bundesanwaltschaft bisher nicht äußern.
Was macht die EU?
Die EU bereitet eine politische und wirtschaftliche Antwort vor. Nach Angaben der Außenbeauftragten Kaja Kallas ist bereits seit längerem ein neues Sanktionspaket in Planung, mit dem rund 1.600 weitere Personen und Unternehmen mit Verbindungen zum russischen militärisch-industriellen Komplex getroffen werden könnten.
Zudem beraten die Außenminister über mögliche zusätzliche Maßnahmen, etwa ein schärferes Vorgehen gegen die russische Schattenflotte. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt klar, dass die EU den Anschlagsversuch nicht tolerieren und ihre Unterstützung für die Ukraine trotz russischer Einschüchterungsversuche fortsetzen will.
Was macht die Nato?
Die Nato stellt sich demonstrativ an die Seite Deutschlands. Generalsekretär Mark Rutte spricht von einer eindeutigen Beweislage und kündigt an, die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses weiter zu stärken. "Die Gefahren, die von Russland ausgehen, sind eindeutig", sagte er am Mittwoch am Rande eines Treffens mit Kommissionspräsidentin von der Leyen. Man arbeite rund um die Uhr daran sicherzustellen, dass man vorbereitet sei und die Bevölkerung schützen könne.