Füracker verteidigte den Griff ins Sparbuch, der dafür nötig ist: Es sei besser, Dinge aus der Rücklage zu finanzieren als neue Schulden zu machen. Und Investitionen seien nun einmal das wichtigste Krisenbewältigungsinstrument. Man schaue aber, dass man die Rücklage wieder auffülle. "Die Rücklage ist unsere Vorsorge."
Einsparungen an vielen Stellen
Im Etat gibt es nicht die eine große Einsparung, vielmehr wird an vielen Stellen der Rotstift angesetzt. Beispielsweise hatte das Kabinett beschlossen, dass es keine neuen Stellen für Ministerien oder die Staatskanzlei geben soll und dass bei den Ausgaben in den Ressorts jeweils fünf Prozent gestrichen werden sollen.
Darüber hinaus nehmen CSU und Freie Wähler Bayerns Beamte in die Pflicht, einen Anteil zur Sparsamkeit zu leisten: Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst sollen erst mit einer Verzögerung von sechs Monaten übernommen werden. Dies hatte für laute Kritik der Beamten gesorgt.
Eine der umstrittensten Sparmaßnahmen war und ist der Beschluss, auf das ursprünglich ab diesem Jahr geplante Kinderstartgeld zu verzichten. Eltern kleiner Kinder erhalten damit nicht nur kein Familien- und kein Krippengeld mehr, sondern müssen auch auf eine Einmalzahlung von 3.000 Euro verzichten. Das frei werdende Geld soll stattdessen aber komplett in die Kitas und in deren Unterhalt fließen.