Basketball Und jetzt wartet Rostock

Lang gemacht: Alex Herrera, US-Amerikaner in Jenaer Diensten. Foto: /Peter Poser

Ende gut, alles gut: Die Basketballer vom Medipolis SC Jena stehen im Playoff-Halbfinale der 2. Bundesliga. Zum Aufstieg sind noch drei Siege nötig.

Sie wankten, sie kämpften, sie bangten und hatten am Ende die Nase vorn: Die Zweitliga-Basketballer vom Medipolis SC Jena sind ihrer Favoritenrolle mit viel Mühe gerecht geworden und haben das Playoff-Halbfinale erreicht. Allerdings mussten die Thüringer die volle Distanz, sprich fünf Spiele, bewältigen, ehe sie die Uni Baskets Paderborn mit 3:2 in die Knie gezwungen hatten. Am Sonntagnachmittag fiel in der Jenaer Arena die Entscheidung, nachdem beide Teams zuvor jeweils ihre Heimspiele gewonnen hatten – und Medipolis setzte sich im letzten Viertelfinale vor knapp 1800 frenetisch mitgehenden Fans mit 73:59 durch.

„Wir haben richtig hart gefightet“, sagte Routinier Brandon Thomas, mit 37 Jahren der Jenaer Alterspräsident. „Wir hatten einen starken Gegner, der uns kein Geschenk gemacht hat. Aber ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat alles gegeben. Und ich bin stolz auf diese wunderbaren Fans, die uns getragen haben.“

Weiter geht es für Jena im Halbfinale mit mindestens drei und maximal fünf Partien gegen die Rostock Seawolves (erstes Auswärtsspiel: 5. Mai, erstes Heimspiel: 8. Mai), die sich den Aufstieg ins Oberhaus auf die Fahnen geschrieben haben und leicht favorisiert in die Serie starten. „Aber sie müssen auch hierher, in diese Halle“, appellierte Thomas an den Jenaer Anhang. „Stärkt uns den Rücken, wir werden es gemeinsam versuchen.“

Der Sieger des Playoff-Halbfinals erwirbt das sportliche Aufstiegsrecht in die Bundesliga. Da sowohl Jena als auch die Rostocker eine Lizenz für die höchste deutsche Spielklasse beantragt haben und wirtschaftlich stark genug sein dürften, um sie auch zu erhalten, könnte eine überaus spannende Halbfinalrunde bevorstehen.

Im zweiten Semifinale treffen Bayer Leverkusen und die Tigers Tübingen aufeinander. Im Gegensatz zu den Tübingern haben die Rheinländer keinen Lizenzantrag gestellt.

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