Basketball-Bundesliga Jenaer Aufstiegstrainer muss gehen

Fünf Spieltage vor dem Saisonende ist Schluss für Björn Harmsen bei Science City. Die Sorge um den Klassenerhalt wird immer größer.

Feierabend: Björn Harmsen Foto: imago/Christoph Worsch

Auch Trainer mit Legendenstatus sind nicht vor dem Rauswurf gefeit. Björn Harmsen ist das beste Beispiel dafür – der 43-Jährige aus Göttingen bekam im Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga fünf Spieltage vor dem Saisonende den Laufpass und ist ab sofort nicht mehr für die sportlichen Geschicke von Science City Jena verantwortlich.

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„Es ist uns auch deshalb schwergefallen, weil Björn sozusagen Mister Jena ist. Das hier ist sein Verein“, sagte Manager Lars Eberlein. Trotzdem entschied sich die Klubführung für die Trennung vom Basketball-Lehrer, der die Saalestädter in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten dreimal von der 2. Bundesliga in das deutsche Oberhaus geführt hatte.

Dem im Verein weiterhin hochgeschätzten Harmsen wurde der Abwärtstrend mit vier aufeinanderfolgenden Niederlagen zum Verhängnis. Die Pleite am Dienstagabend gegen Schlusslicht Braunschweig war dann schließlich der entscheidende Auslöser für die Trennung, die am Saisonende ohnehin erfolgt wäre, weil der Coach seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert hätte.

Nun soll laut des Vereins „ein neuer Impuls im Abstiegskampf“ dafür sorgen, dass Jena den Vier-Punkte-Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze nicht noch verspielt und nach einer Saison wieder in die Zweitklassigkeit stürzt. Die Thüringer halten den US-Amerikaner Mike Taylor für den richtigen Trainer und Motivator, der die letzten Prozente aus der Mannschaft herauskitzelt. Der 53-Jährige aus Williamsport in Pennsylvania hat in der Bundesliga bereits Ulm, Chemnitz und Hamburg trainiert.