Bamberg/Ebern IG Metall Bamberg wählt neue Führung

Martin Feder nimmt künftig die Position des Bevollmächtigten ein. Die Stelle hinter ihm bleibt vorerst unbesetzt.

Martin Feder Quelle: Unbekannt

Bamberg/Ebern - Anfang Oktober hat die Delegiertenversammlung der IG Metall Bamberg eine neue Führungsspitze gewählt. Der bisherige zweite Bevollmächtigte, Martin Feder, wurde mit 88 Prozent zum neuen Bevollmächtigten gewählt. Die Position des zweiten Bevollmächtigten bleibt vorerst unbesetzt und wird ausgeschrieben. Neben Martin Feder wurden auch 13 ehrenamtliche Mitglieder in den Ortsvorstand der IG Metall Bamberg gewählt. Das Gremium besteht aus Vertretern der größten Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in der Region Bamberg. Vertreten sind: Bosch Bamberg, Brose, Schaeffler Hirschaid, FTE-Valeo Ebern, Schaeffler Höchstadt, Albéa in Scheßlitz, die Firma Gebr. Waasner aus Forchheim sowie Kennametal aus Ebermannstadt.

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Die Bewältigung der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise sowie die Transformation der Automobilindustrie nannte Feder als die wichtigsten Themen: "Wir sind dank Kurzarbeit bislang gut durch die Krise gekommen. In einigen Unternehmen spüren wir auch bereits wieder einen deutlichen Anstieg der Produktion. Die Kurzarbeit geht spürbar zurück. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass wir gut über den Herbst und Winter kommen, bis es im kommenden Jahr hoffentlich einen Impfstoff gegen das Virus gibt. Bis dahin muss Politik weiterhin bereitstehen, um eventuell neu entstehende Einbrüche wieder durch Kurzarbeit abzufangen. Es ist wichtig das unsere Kolleginnen und Kollegen im Betrieb bleiben." Das große, langfristige Thema sei die Bewältigung der Transformation in der Automobilindustrie, so Feder weiter: "Corona hat hier wie ein Brandbeschleuniger gewirkt beziehungsweise wurde Corona häufig als Vorwand genutzt, um längst in den Schubladen liegende Personalabbaupläne zu verwirklichen - so zum Beispiel bei Brose und Schaeffler. Die Gestaltung der Transformation ist weiterhin unsere wichtigste Aufgabe. Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren viel Geld durch die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen in Deutschland verdient - wir erwarten, dass sie sich jetzt nicht einfach in die Büsche schlagen, sondern sich klar zu den heimischen Standorten bekennen!" red