„Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will“, heißt es – nein, in keinem vermeintlichen Kampflied der SED – sondern im Bundeslied des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, aus dem später (in Eisenach) die SPD hervorging. 1863 wurden diese Zeilen getextet, die Melodie dazu schrieb übrigens ein gewisser Hans von Bülow – Hofkapellmeister zu Meiningen. Schon damals ging es um soziale Fragen der Industrialisierung. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, auch wenn nun seit Mittwochmorgen der „starke Arm“ des Arbeiters ganz konkret in Form von Lokomotivführern der Gewerkschaft GDL viele Räder still stehen lässt, um via Arbeitskampf für bessere Arbeitszeiten und mehr Geld zu streiken.
Bahnstreik Viele Räder stehen still...
Peter Lauterbach 10.01.2024 - 13:15 Uhr