Im Thüringer Badminton fliegen wieder die Federbälle. Die Teams von Feinmess Suhl sind gut in die neue Saison gestartet. Bitter ist der Ausfall einer Spielerin.
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Es wird eine spannende Saison werden. Sicherlich gibt es in der Thüringenliga den einen oder anderen heißen Medaillenkandidaten wie OTG 1902 Gera III, den 1. Erfurter BV oder den SV 1880 Unterpörlitz, dahinter scheinen auf dem Papier jedoch viele Teams ebenbürtig. Jeder Punkt ist da im Kampf um den Klassenerhalt Gold wert. Den hat auch die zweite Mannschaft der SG Feinmess Suhl als Ziel fest im Visier. Die Equipe tritt dieses Jahr in der Verbandsklasse an, die Erste in der Thüringenliga.
Wie so oft in der Vergangenheit wurden jedoch alle Pläne des Vereins kurz vor Saisonbeginn erst einmal wieder über den Haufen geworfen, denn die Vereinserste muss die ganze Saison auf Juliane Ulitzsch verzichten. Ein Ausfall, der kompensiert sein will und der den Verein die ganze Saison vor Herausforderungen stellen wird.
Am Sonntagvormittag hatten die beiden Gastgeber-Mannschaften erst einmal Glück, da sowohl GutsMuths Jena III als auch GutsMuths Jena IV mit nur einer Dame angetreten ist. Somit hatten beide Teams bereits einen 2:0-Vorteil, bevor der erste Federball überhaupt geschlagen wurde. Den Rückstand hatten die Jenaer Gäste gegen die Vereinserste nach den beiden Herrendoppeln bereits wieder wettgemacht. In drei Sätzen knappen Sätzen unterlagen sowohl Steffen Jasper/Frank Reinhardt als auch Justin Kahlert/Paul Chudziak. Zudem sicherten sich die Ostthüringer die Zähler im 1. und 2. Herreneinzel. Justin Kahlert/Nadja Jasper (Mixed) und Steffen Jasper (3. Herreneinzel) sorgten für die Punkte drei und vier aus Suhler Sicht, was zum 4:4-Endstand führte.
Einen heißen Schlagabtausch gab es mit Nachmittagsgegner ESV Lok Erfurt, Aufsteiger aus der Verbandsklasse. Während Nadja Jasper und Rebecca Bickel ihre Doppelaufgabe in zwei Sätzen meisterten, gingen die Herrendoppel wieder über die volle Distanz von drei Sätzen. Sven Großgebauer und Paul Chudziak mussten im 2. Herrendoppel ihren Kontrahenten nach hart umkämpften 21:15, 12:21 und 19:21 zum Sieg gratulieren.
Nichts für schwache Nerven war auch die Partie von Frank Reinhardt und Steffen Jasper im 1. Herrendoppel gegen Justin Hennig und den gebürtigen Suhler Fabian Monheim. Nach 21:16 und 19:21 sah im dritten Satz zwischenzeitlich alles nach einem Triumph der Erfurter aus. Die lagen im Entscheidungssatz schon 20:16 in Front. Punkt für Punkt kämpften sich Frank Reinhardt und Steffen Jasper wieder heran, gewannen schlussendlich 23:21.
„Im Doppel hatten wir eine gute Aufschlagserie, den Schläger an der richtigen Stelle, die Lücke beim Gegner gefunden und zum Glück die besseren Nerven“, so Frank Reinhardt nach dem Spiel. Frank Reinhardt und Fabian Monheim legten im 1. Herreneinzel später noch einen Krimi nach – wie immer, wenn die beiden, die sich seit der Jugend kennen, aufeinandertreffen. Dieses Mal hatte Monheim für seine Eisenbahner die Nase vor. „Im Einzel konnte ich mich leider nicht so gut auf Fabian einstellen. Er hat den Schläger oft dazwischen bekommen und konnte Bälle abfangen. Am Ende habe ich durch drei leichte und schnelle Fehler meine Führung verschenkt und letztendlich knapp im 3. Satz verloren“, analysiert Frank Reinhardt die Partie, die aus seiner Sicht mit 21:16, 16:21 und 20:22 endete.
Sven Großgebauer, Nadja Jasper und Justin Kahlert/Rebecca Bickel waren für Feinmess erfolgreich. Nah dran an einem Punktgewinn war auch Paul Chudziak, der sich im 3. Herreneinzel in drei Sätzen beugen musste. Durch das Unentschieden und den 5:3-Erfolg gegen den ESV Lok Erfurt liegt Feinmess vorerst auf Tabellenplatz drei.
Die Vereinszweite (Aufsteiger aus der Bezirksklasse) rangiert nach Spieltag eins sogar an der Tabellenspitze. Gegen den SV GutsMuths Jena IV gab es einen 7:1-Erfolg. Neben den kampflos gewonnenen Damendoppel und Dameneinzel punkteten Marcus Riemann/Rebecca Bickel im Mixed, Karsten Großgebauer/Marcus Riemann und Klaus Marz/René Reich in den Herrendoppeln sowie Karsten Großgebauer und René Reich in den Einzeln. In der Nachmittagspartie gegen Thüringenliga-Absteiger SV Jena-Zwätzen stand am Ende ein 4:4 zu Buche. Hier sorgten Marcus Riemann/Hanna Schüler im Mixed, das 1. Herrendoppel Karsten Großgebauer/Marcus Riemann sowie Karsten Großgebauer und René Reich für die Zähler.
Ausruhen können sich die beiden Suhler Mannschaften nicht. Bereits am kommenden Sonntag (21. September) geht es weiter. Feinmess Suhl I muss in Thüringens höchster Spielklasse bei der 3. Mannschaft der OTG 1902 Gera und beim USV Jena auflaufen. Die 2. Mannschaft muss bei der 4. Mannschaft der OTG 1902 Gera und beim SV 1975 Zeulenroda ans Netz.