Schleusingerneundorf Wasser marsch! heißt’s seit Dienstag im Waldbad Schleusingerneundorf. Bei Schwimmmeisterin Simone Zaschke läuft das kühle Nass aus dem Glasbach ins große Becken. In etwa einer Woche wird’s gefüllt sein. Und dann könnte es losgehen. Die Schwimmmeisterin wird die Anlage dann auf jeden Fall starten. Und das sei mit der nahezu historischen Technik jedes mal ein Akt. „Vor der letzten Saison habe ich 23 Versuche gebraucht, bis alles lief“, erzählt sie. Sie kennt ihr „Baby“ genau, weiß, dass sie die Hebel mit Fingerspitzengefühl bedienen muss. Doch wenn sie läuft, dann läuft sie. „Ich lass sie einen Tag an, dann schalte ich sie aus, wenn ich noch nicht öffnen kann. Sonst würde sie zu viel Strom verbrauchen“, erzählt die Schwimmmeisterin, die hofft, dass es bald losgehen kann. Sie sehnt die Tage herbei, an denen sie in der Zeitung nicht von Inzidenzwerten jenseits von Hundert lesen muss. „Wir werden es doch endlich auch schaffen.“ Simone Zaschke hofft – und ist guter Dinge.