In den Wintermonaten war die Herde zurück in den Stall gekommen, nachdem drei Wasserbüffel bei einem Dammbruch einer Kiesgrube gestorben waren. Nun ist sie wieder da: 18 Wasserbüffel sorgen im Naturschutzgebiet „Erlensee-Maiwiesen“ zwischen Bad Salzungen und Ettmarshausen dafür, dass das Schilf in der Auenlandschaft zurückgedrängt wird und Platz für seltene Tier- und Pflanzenarten macht. Die 60 Hektar große Fläche wird auf natürliche Art und Weise gepflegt. Die robusten Tieren fressen und vertragen das Schilf, das sich hier immer weiter ausgebreitet und geschützten Tieren und Pflanzen den Lebensraum genommen hat. Seltene Binnensalzstellen mit Salzpflanzen und auch seltene Schmetterlinge wie den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling soll es hier geben. Die feuchte Aue ist Brutstätte vieler Vögel, aber auch Laichplatz vieler Amphibien. Etwa 40 Brutpaare – wie den Kiebitz und die Bekassine – hat man vor Jahren gezählt. Zudem haben sich der Biber und der Fischotter angesiedelt. Angestoßen und umgesetzt wurde das Projekt vom Naturschutzbund (NABU) Thüringen. Ein Prozess, der sich über viele Jahre hinzog und von der Stadt Bad Salzungen unterstützt wurde.