Dorndorf/Berlin - "Ich habe allzeit mit der Energie und für die Energie gelebt", gesteht Hans Sandlaß. 1931 in Dorndorf geboren, wuchs er dort in der "Kolonie" auf - unterhalb des Hoppbergs, auf dem unter seiner Beteiligung Mitte der 90er-Jahre ein Windpark entstand. Nach dem Abitur, welches er 1950 im Vachaer Gymnasium ablegte, lernte er zunächst im Kaliwerk Merkers Betriebselektriker und begann 1951 ein Studium in der Fachrichtung Elektroenergie an der Technischen Hochschule Dresden, welches er 1956 als Diplom-Ingenieur für Starkstromtechnik abschloss. Seinen ersten Job bekam Sandlaß nahe der Heimat - als Assistent der Werkleitung im Energieversorgungsbetrieb Meiningen. 1958 wechselte er, inzwischen verheiratet, nach Dessau, wurde dort Projektingenieur und Abteilungsleiter Technik beim Energieverbundnetz "West". Von 1963 bis 1975 war Sandlaß Produktions- und Werkdirektor im "VEB Verbundnetz" Berlin. Danach war er Generaldirektor beim "VVB Energieversorgung" Berlin und von 1979 bis 1989 Bereichsleiter für die territoriale Energieversorgung im Ministerium für Kohle und Energie und zugleich stellvertretender Minister. Ab 1983 leitete er die interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur Nutzung regenerativer Energien in der DDR und initiierte Forschungsarbeiten sowie Pilotprojekte für die Nutzung von Geothermie, Windenergie, Kleinwasserkraft, Biogas und Großwärmepumpen. 1990 war Hans Sandlaß Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Energieversorgung und gründete dann die IEE Ingenieurbüro Energieeinsparung GmbH.